Gedanken zum Parasympathicus

Einleitung Der Parasympathicus ist jener Teil unseres autonomen Nervensystems, der für Ruhe, Regeneration und Wiederaufbau zuständig ist. Er arbeitet unwillkürlich und entzieht sich damit weitgehend unserem direkten Zugriff. Während der Sympathicus den Körper auf Aktivität, Leistung und Gefahr vorbereitet, sorgt der Parasympathicus dafür, dass wir uns erholen, verdauen, schlafen und heilen können. In seinem Wirkbereich … weiterlesen ›

Aspekte der Verarbeitung von Traumatisierungen im Krieg

Einleitung Anhand von sehr unterschiedlichen literarischen Verarbeitungen von traumatisierenden Kriegserfahrungen im Ersten Weltkrieg, soll in diesem Beitrag auf die sehr divergenten Antworten und Verarbeitungsweisen von Traumatisierungen hingewiesen werden. Als Beispiele dienen die Werke von i Erich Maria Remarque, Ernst Jünger und J.R.R. Tolkien, die augrund eigener Erfahrungen im Krieg zu literafischen Werken inspiriert worden sind. … weiterlesen ›

Zur Verdrängung des männlichen Aktes und dem Verlust des abstrakten Denkens

Einleitung In diesem Beitrag soll der Frage nachgegangen werden, mit welchen Konsequenzen zu rechnen ist, wenn das Aktzeichnen insgesamt in der Ausbildung von Gestaltern marginalisiert wird und dort, wo es noch stattfindet in der Regel mit weiblichen Modellen betrieben wird. Deshalb ist zunächst nur zu konstatieren: Die Konzentration auf den männlichen Akt als zentrales Motiv … weiterlesen ›

Polyklet und die Ideale der menschlichen Proportionen

Einleitung Polyklet war ein antiker griechischer Bildhauer und lebte im 5. Jahrhundert v. Chr. Er war ein bedeutender Pionier der klassischen Skulptur, der das Konzept der idealen menschlichen Proportionen und Bewegungen revolutionierte. Seine ästhetischen Prinzipien, insbesondere wie er Dynamik und anatomische Präzision in die Darstellung des menschlichen Körpers einfließen ließ, prägen bis heute das Verständnis … weiterlesen ›

Somatic Experiencing in der Tiefenpsychologie

Einleitung Somatic Experiencing (SE) ist eine körperorientierte Therapiemethode, die von Dr. Peter Levine entwickelt wurde, um Menschen bei der Verarbeitung von Traumata zu helfen. Sie konzentriert sich darauf, die körperlichen Empfindungen (somatische Reaktionen) zu nutzen, um das autonome Nervensystem zu regulieren und die in Folge eines Traumas eingefrorenen körperlichen und emotionalen Reaktionen zu lösen. Grundprinzipien … weiterlesen ›

Das Leopardenmuster im Zeitalter der Fluidität von Geschlechterrollen

Einleitung Das Leopardenmuster wurde in der Mode durch Christian Dior populär gemacht. In den 1940er Jahren, insbesondere mit seiner Kollektion von 1947, brachte er das wilde und exotische Muster in die Haute Couture. Es symbolisierte damals Luxus, Weiblichkeit und Wildheit. Seither hat das Leopardenmuster immer wieder Wellen in der Modewelt geschlagen und wurde in verschiedenen … weiterlesen ›

Dekompensationen von zeitgeist-konformen Lebensstilen im Rahmen psychosomatischer Störungen

Einleitung Der gegenwärtige Zeitgeist ist von modernen Grundüberzeugungen geprägt, dass Menschen ihr Leben vor allem durch Gedanken steuern können und Lebensziele durch die Verwendung richtiger, optimierter Gedanken erreichen können. Das Ergebnis dieser Bemühungen wird erkauft durch die systematische Ausblendung körperlicher Bedürfnisse. Auf die Biologie des Menschen Bezug zu nehmen, gilt vielfach schon als reaktionär. Diese … weiterlesen ›

Die Bedeutung der Neurobiologie für die Psychotherapie

Einleitung: Ergebnisse der Neurobiologie und ihre Relevanz für die Psychotherapie In diesem Beitrag sollen drei Beispiele genannt werden, inwiefern Ergebnisse der Neurobiologie von Interesse sein können für die Theoriebildung und Praxis der Psychotherapie. Hierzu gehören Forschungen zum Default Mode Network (DMN) und dem Begriff des Unbewussten, zur Neuroplastizität in ihrer Bedeutung für das Lernen aus … weiterlesen ›

Die Bedeutung des Kern-Selbst für das subjektive Erleben

Das Konzept des Kern-Selbst ist zentral in der Psychologie und Psychoanalyse und bezieht sich auf das tiefste, grundlegendste Gefühl der eigenen Identität und Existenz. Es bildet die Grundlage für das Gefühl, lebendig zu sein, und beeinflusst wesentlich, wie wir uns selbst wahrnehmen und mit der Welt interagieren. Entstehung des Kern-Selbst Frühe Kindheit und Entwicklung: Das … weiterlesen ›

Die Bedeutung der Hypothese vom Todestrieb für die Psychosomatik

Die Hypothese des Todestriebs, die von Sigmund Freud in seiner psychoanalytischen Theorie eingeführt wurde, ist ein kontroverses und komplexes Konzept. Freud beschrieb den Todestrieb als eine grundlegende Triebkraft, die auf Selbstzerstörung und Rückkehr zum anorganischen Zustand abzielt. In der Psychosomatik, die sich mit der Verbindung zwischen Psyche und Körper befasst, gibt es verschiedene Ansätze, um … weiterlesen ›