Verschiedene Formen von Anpassungsstörungen

Anpassungsstörung auf belastende Ereignisse

Unter einer Anpassungsstörung versteht man eine krankheitswertige Reaktion auf einmalige oder fortbestehende belastende Ereignisse.

Man unterscheidet die Anpassungsstörungen zum einen anhand der Anlässe der belastenden Ereignisse und zum anderen anhand der krankheitswertigen Reaktionen, die auf sie folgen.

Zu den Anlässen der belastenden Ereignisse zählen schwerwiegende Eheprobleme, Trennungen, Todesfälle in der nahen Verwandtschaft oder von Freunden, Stress am Arbeitsplatz, z.B. in Form von Mobbing, darüber hinaus auch Flucht und Vertreibung, das plötzliche Leiden an einer schweren, auch zur Chronifizierung neigenden oder unheilbaren Erkrankung, Verweisung, Pensionierung, Unfälle, das Beraubtwerden oder Operationen.

Letztlich entscheidet die individuelle Verletztlichkeit des einzelnen Menschen, wie stark er oder sie auf Belastungen reagiert und ob es zu einer Anpassungsstörung kommt oder nicht.

An krankheitswertigen Reaktionen (Symptomen) einer Anpassungsstörung sind zu nennen: alle Formen von depressiven Verstimmungen und Ängsten, Formen von sozialem Rückzug, Grübelzwang, aber auch pathologische Trauer oder andere auffällige Veränderungen des Sozialverhaltens.

Als Verfahren zur Behandlung der Anpassungsstörung im Rahmen meiner Praxis in Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf kommt eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie in Betracht, die mit weiteren Verfahren im Einzelfall je nach Bedarf kombiniert wird.

Von den Anpassungsstörungen zu unterscheiden ist die Posttraumatische Belastungsstörung, die sich nach schwerwiegenden und existenzbedrohenden Erlebnissen manifestieren kann.

Ebenso ist die Anpassungsstörung nicht zu verwechseln mit unangemessenem Verhalten, das z.B. im Rahmen einer Borderline-Störung oder bei Patienten mit ADS/ADHS auftreten kann.

 

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