Psychotherapie bei psychischen und psychosomatischen Störungen nach einem Voodoo-Schwur und die Behandlung anderer kulturell bedingter psychischer und psychosomatischer Störungen in Berlin

Kulturell bedingte psychische Störungen

Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zur Psychotherapie bei kulturell bedingten psychischen und psychosomatischen Störungen im Allgemeinen und zum Konzept der psychotherapeutischen Behandlung von kulturell bedingten psychischen und psychosomatischen Störungen in meiner Praxis in Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf.

Eine kulturelle bedingte psychische oder psychosomatische Störung kann unter ethozentristischer Perspektive als Sonderform der dissoziativen Störung (Konversionsneurose) aufgefasst werden. In Deutschland sind in der letzten Zeit vor allem psychische Störungen nach Voodoo-Schwüren aufgetreten.

Bei diesen Schwüren, die zumeist im Heimatland der Betroffenen, z.B. in Afrika, im Rahmen einer Voodoo-Zeremonie abgelegt wurden, handelt es sich um eine Art von Selbstverfluchung, die die Betroffenen auf sich nehmen, wenn sie bestimmte Vertragsbedingungen nicht einhalten.

Dies entspricht in etwa einem Treuegelöbnis in der europäischen Kultur oder einer Konventionalstrafe, die zwischen Unternehmen vereinbart werden kann.

Probleme der Selbstverfluchung

Die Selbstverfluchung beinhaltet in der Regel die Selbstverpflichtung zu Siechtum und Krankheit, wenn die Betroffenen sich von ihren vermeintlichen Wohltätern (zumeist Menschenhändlern) lossagen. Wenn Betroffene schließlich in Deutschland Hilfe suchen und sich an Behörden wenden, beginnt meist ein jahrelanges Martyrium, währenddessen sie an unterschiedlichen psychischen und/oder psychosomatischen Beschwerden leiden. Hierzu gehören z.B. Kopfschmerzen, Schwindel, Lähmungen, Blutungen und Leibschmerzen.

Die auftretenden Beschwerden sind dabei stark von den Glaubenssystemen der jeweiligen Gruppe abhängig, der die Betroffenen angehören. Andere kulturell bedingte psychische Störungen sind:

  1. Die Angst bei asiatischen Männern, der Penis könne schrumpfen, sich in das Körperinnere zurückziehen und schließlich ganz verschwinden.
  2. Voodoo-Tode bei Afrikanern, die vor Angst bei der Vorstellung sterben, dass sie versehentlich ein unter Tabu stehendes Gebot verletzt haben.
  3. In der westlichen Kultur können Essstörungen durch psychischen Gruppendruck bezüglich idealer Körpermaße und publizierter Diätempfehlungen entstehen.

In meiner Praxis werden die kulturell bedingten Störungen analog zu den dissoziativen Störungen vor allem mit den Methoden der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie behandelt. Das Ziel ist eine Relativierung der Gruppenbindung bei den Betroffenen und der durch sie wirksamen Unterwerfung unter unbewusst wirksame Glaubensregeln.

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