Bemerkungen über soziale Nahtoderfahrungen

Einleitung In diesem Beitrag geht es um soziale Nahtoderfahrung – nicht im Sinne der klassischen biologischen Nahtoderfahrungen Sterbender, sondern im Sinne der gesellschaftlichen, familiären und psychologischen Dynamiken, die entstehen, wenn ein vermeintlich schon totgeglaubter Mensch wieder „zurückkehrt“ und das Leben der Angehörigen und ihr Beziehungs-, Rollen- und Zukunftsgefüge durcheinanderbringt. Soziale Nahtoderfahrung – Wenn das Ende … weiterlesen ›

Aspekte der Verarbeitung von Traumatisierungen im Krieg

Einleitung Anhand von sehr unterschiedlichen literarischen Verarbeitungen von traumatisierenden Kriegserfahrungen im Ersten Weltkrieg, soll in diesem Beitrag auf die sehr divergenten Antworten und Verarbeitungsweisen von Traumatisierungen hingewiesen werden. Als Beispiele dienen die Werke von i Erich Maria Remarque, Ernst Jünger und J.R.R. Tolkien, die augrund eigener Erfahrungen im Krieg zu literafischen Werken inspiriert worden sind. … weiterlesen ›

Das Weibliche als Rätsel, Offenbarung und Verhängnis

Einleitung Die bekannten weiblichen Symbole – die Venus von Willendorf, Isis, Demeter, Maria, das „ewig Weibliche“ bei Goethe und der weibliche Archetyp bei C.G. Jung – verkörpern positiv besetzte Symbole von Weiblichkeit und tragen unterschiedliche Bedeutungen, die sich je nach kulturellem, religiösem und psychologischem Kontext stark unterscheiden. Dennoch gibt es zentrale Themen, die sie verbinden: … weiterlesen ›

Zum Scheitern der Sublimierung in Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“

Einleitung Thomas Manns Novelle Der Tod in Venedig (1912) gilt als eine der prägnantesten literarischen Auseinandersetzungen mit dem Verhältnis von Kunst, Begehren und Verfall. Im Zentrum steht der alternde Schriftsteller Gustav von Aschenbach, dessen Begegnung mit dem jungen Tadzio sein Leben grundlegend verändert. Die Novelle lässt sich als Parabel auf die Fragilität künstlerischer Existenz lesen, … weiterlesen ›

Über Zeit und Zeitwahrnehmung

Einleitung Die Zeit ist ein grundlegendes Konzept, das in unserem Alltag präsent ist und doch oft schwer zu fassen bleibt. Sie manifestiert sich in verschiedenen Formen, die auf unterschiedlichen Ebenen des Daseins erlebt werden: von der kosmischen Zeit über das menschliche Empfinden bis hin zu den Träumen. Diese unterschiedlichen Ebenen der Zeitwahrnehmung werfen ein irritierendes … weiterlesen ›

Folgen von Verwöhnung, Misshandlung und Verlust

Einleitung Es gibt auffällige Parallelen in der Persönlichkeitsstruktur von Adolf Hitler (1889-1945) und Heinrich dem VIII. (1491-1547). Beide entwickelten sich zu kaltblütigen Mördern, nachdem sie erst von ihren Vätern extrem lieblos behandelt und von ihren Müttern extrem verwohnt worden waren und sie den Tod von Geschwistern überleben konnten. Beide brachen beim frühen Tod ihrer Mütter … weiterlesen ›

Beim Tod des Vaters oder der Mutter reagieren manche Kinder erleichtert

Einleitung Fälle, in denen Kinder erleichtert oder sogar froh waren, als ihr Vater starb, sind in der Literatur und Geschichte nicht häufig offen beschrieben, da solche Gefühle in vielen Kulturen als tabu gelten. Dennoch gibt es einige prominente Beispiele, bei denen Kinder über schwierige, oft traumatische Beziehungen zu ihren Vätern berichteten. Hier sind einige Beispiele: … weiterlesen ›

Albert Camus – der revoltierende Sisyphos

Einleitung Albert Camus (1913-1960), der eigenwilligste Vertreter des französischen Existenzialismus, hat eine Interpretation dieses philosophischen Ansatzes entwickelt, die in seinem Werk „Der Mensch in der Revolte“ (frz. „L’Homme révolté“) deutlich wird. Im Gegensatz zu anderen Existenzialisten, insbesondere Jean-Paul Sartre, lehnt Camus den Begriff des Existenzialismus für sich selbst ab. Dennoch teilt er viele Grundannahmen dieser … weiterlesen ›

Busch und Biedermeier

Wilhelm Busch und seine Beziehung zu Biedermeier, Groteske und Wahnsinn: Eine literarische und künstlerische Erkundung Wilhelm Busch (1832–1908) ist heute vor allem für seine satirischen Bildergeschichten bekannt, die als Vorläufer des modernen Comics gelten. Seine Werke wie „Max und Moritz“ und „Die fromme Helene“ sind Teil der Allgemeinbildung in der deutschen Kultur und bieten eine … weiterlesen ›

Zur Figur des Todesengels bei Thomas Mann

Einleitung: Der Todesengel im kulturhistorischen Vergleich Der Todesengel ist eine symbolträchtige Figur, die in vielen Kulturen und Religionen der Welt eine bedeutende Rolle spielt. In unterschiedlichen kulturellen und historischen Kontexten verkörpert der Todesengel den Übergang vom Leben zum Tod, das Ende irdischer Existenz und den Beginn eines neuen Daseins jenseits dieser Welt. Diese kulturhistorisch-vergleichende Einleitung … weiterlesen ›