Winston Churchill und die Entdeckung der Tätigkeit als Selbstverwirklichung — Ein Beitrag zur Bedeutung der Arbeitstherapie

Einleitung Winston Churchill hat die Arbeitstherapie depressiver Erkrankungen nicht erfunden. Beschäftigung, körperliche Aktivität und strukturierende Tätigkeiten wurden bereits lange vor ihm therapeutisch genutzt. Dennoch gehört Churchill zu den eindrucksvollsten historischen Figuren, an denen sichtbar wird, wie ein Mensch aus der Erfahrung innerer Gefährdung heraus eine eigene Form psychischer Stabilisierung entwickelt. Nicht als medizinische Methode, sondern … weiterlesen ›

Das Obsessive bei Hitchcock — in seinem Werk und in seinem Leben

Einleitung In einer früheren Version dieses Beitrag hatte ich mich sehr stark auf Hitchcock bezogen und seinen Kinofilm Frenzy. Inzwischen habe ich über das Thema weiter nachgedacht und die Verbindung zwischen Hitchcock und Fritz Lang stärker verfolgt. Daraus hat sich ergeben, das Phänomen des Obsessiven jetzt noch weniger im pathologischen Sinne zu verstehen, sondern noch … weiterlesen ›

Zum Scheitern der Sublimierung in Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“

Einleitung Thomas Manns Novelle Der Tod in Venedig (1912) gilt als eine der prägnantesten literarischen Auseinandersetzungen mit dem Verhältnis von Kunst, Begehren und Verfall. Im Zentrum steht der alternde Schriftsteller Gustav von Aschenbach, dessen Begegnung mit dem jungen Tadzio sein Leben grundlegend verändert. Die Novelle lässt sich als Parabel auf die Fragilität künstlerischer Existenz lesen, … weiterlesen ›