Zur fragilen Indikation tiefenpsychologischer Behandlung bei Abhängigkeitserkrankungen

Einleitung Die Indikation tiefenpsychologischer Behandlung erweist sich bei Abhängigkeitserkrankungen häufig als fragil, weil ihre Methodik an strukturelle Minimal-Voraussetzungen und an die Fähigkeit zum symbolischen Denken gebunden ist. Diese sind bei Menschen mit Abhängigkeitserkranken meist nicht ausreichend vorhanden. In der Ausbildung angehender Psychotherapeuten zeigt sich immer wieder eine typische Herausforderung: Der Wunsch, auch bei abhängigen Patienten … weiterlesen ›

Kritik an einer Konzeptualisierung der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie als Fokalbehandlung

Einleitung Die gegenwärtige psychodynamische Psychotherapie steht in einem eigentümlichen Spannungsfeld. Einerseits richtet sich der diagnostische und therapeutische Blick zunehmend auf sogenannte Strukturdefizite: eingeschränkte Affektdifferenzierung, geringe Frustrationstoleranz, konkretistisches Denken, fragile Selbst-Objekt-Grenzen. Andererseits soll die Behandlung dieser Defizite in zeitlich begrenzten, fokalen Settings erfolgen – nicht zuletzt aus ökonomischen Gründen und im Bemühen, sie von der Psychoanalyse … weiterlesen ›