Wie denken Psychotherapeuten im Rahmen eines tiefenpsychologischen Paradigmas?

Einleitung Die Frage, wie Psychotherapeuten im Rahmen eines tiefenpsychologischen Paradigmas denken, erscheint zunächst einfach. Man könnte vermuten, tiefenpsychologisch arbeitende Psychotherapeuten würden vor allem „tiefen-psychologisch“ denken – also Gefühle verstehen, Beziehungen deuten oder Konflikte analysieren. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass psychotherapeutisches Denken weit komplexer ist. Es handelt sich nicht um eine einzelne Denkform, sondern … weiterlesen ›

Überlegungen zu Kompensationsformen bei der Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit — Eine phänomenologische Annäherung

Einleitung Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit gehört zu den grundlegenden Spannungsverhältnissen menschlicher Existenz. Sie zeigt sich in individuellen Lebensentwürfen ebenso wie in beruflichen Entwicklungen, in Beziehungen ebenso wie in gesellschaftlichen und kulturellen Selbstbildern. Diese Diskrepanz entsteht nicht allein aus innerpsychischen Idealen, sondern wesentlich im sozialen Raum. Ansprüche werden sowohl vertikal vermittelt – etwa durch … weiterlesen ›

Warum eine Rückbesinnung auf Immanuel Kant und Karl Popper für die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sinnvoll ist

Einleitung Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis, zwischen methodischer Orientierung und situativer Offenheit. In der Ausbildung wie in der klinischen Praxis zeigt sich dabei häufig ein wiederkehrendes Problem: Die Anwendung von Methoden erfolgt nicht selten unabhängig von den Bedingungen, unter denen diese überhaupt wirksam werden können. Interventionen werden … weiterlesen ›

Die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik – Volle Kraft voraus in die Tiefenpsychologie

Einleitung Die Psychoanalyse, begründet von Sigmund Freud, war über ein Jahrhundert lang eine der einflussreichsten Theorien zur Erklärung des menschlichen Erlebens und ihrer psychischen Beeinträchtigung durch neurotische Symptome. Ihr Fokus auf das Unbewusste, die Bedeutung frühkindlicher Erfahrungen und die dynamischen Konflikte zwischen verschiedenen psychischen Instanzen prägte nicht nur die Psychotherapie über Generationen, sondern auch die … weiterlesen ›

Bedeutende Kritiker der freudianischen Psychoanalyse

Einleitung In diesem Beitrag werden die wichtigsten Kritiker der Psychoanalyse Freuds kurz vorgestellt. Die Übersicht ist nicht vollständig, sondern enthält eine subjektive Auswahl. Alfred Adler (1870-1937) Alfred Adler war ein österreichischer Psychiater und Zeitgenosse Sigmund Freuds. Er distanzierte sich aus verschiedenen Gründen von der Psychoanalyse Freuds und entwickelte eine eigenständige psychotherapeutische Richtung, die er Individualpsychologie … weiterlesen ›