Kontextualisierung als Grundbedingung von Wahrnehmung, Interaktion und Resilienz

Einleitung In diesem Beitrag geht es um Kontextualisierung als anthropologische Grundbedingung. Wahrnehmung ist niemals isolierte Reizaufnahme. Sie ist immer bereits gerahmt. Was wir sehen, hören oder fühlen, erscheint uns nicht als neutrales Faktum, sondern als bedeutungshaltige Gestalt – und diese Bedeutung entsteht durch Kontextualisierung. Die Gestaltpsychologie hat dies früh gezeigt: Parallele Linien erscheinen schräg, wenn … weiterlesen ›

Sozialpsychologische Aspekte einer europäischen Einigung

Einleitung Es liegt auf der Hand: Eine politisch und strategisch geeinte europäische Union würde den Einfluss externer Großmächte wie der Vereinigte Staaten und Russland spürbar reduzieren. Nicht, weil Europa feindlich wäre, sondern weil es als eigenständiger Referenzpunkt auftreten könnte. Genau darin liegt der Kern der Spannung: Einheit verringert externe Einflussnahme, Fragmentierung erhöht sie – unabhängig … weiterlesen ›

Spaltungsmechanismen in der Massenpsychologie

Einleitung In diesem Beitrag über Massenpsychologie möchte ich mich vor allem mit dem Mechanismus der Spaltung beschäftigen. Um dies besser einordnen zu können, möchte ich zunächst auf die wesentlichen -Autoren auf dem Gebeit der Massenpsychologie eingehen. Die Massenpsychologie entwickelt sich im 19. und 20. Jahrhundert an der Schnittstelle von Philosophie, Soziologie, Psychologie und politischer Theorie. … weiterlesen ›

Von der Relevanz Montesquieus Dekadenztheorie

Einleitung Montesquieu (1689-1755) wurde als Kind in einer Familie des Amtsadels geboren. Seine Theorie über den Aufstieg und die Dekadenz von Staaten, wie er sie in seinem Werk De l’esprit des lois (1748) darlegte, ist in vielerlei Hinsicht auch heute noch von Relevanz. Einige seiner Kernideen lassen sich auf aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen anwenden: … weiterlesen ›