Über Warten als psycho-soziale und kulturelle Praxis

Einleitung Warten ist ein zentraler, oft unterschätzter Aspekt menschlicher Erfahrung. In der Psychotherapie ist es eine Schlüsselkompetenz: Sowohl der Therapeut als auch der Patient müssen die Fähigkeit entwickeln, Ambiguität auszuhalten, ohne vorschnelle Deutungen zu produzieren. Warten ist mehr als passives Abwarten: Es ist eine aktive Funktion des Ichs, die Reifung, Autonomie und innere Struktur ermöglicht. … weiterlesen ›

Aspekte der Befreiung aus einer sado-masochistischen Symbiose: die Ansätze von J. Lacan und M. Mahler im Vergleich

Einleitung In diesem Beitrag sollen die Konzepte einrer Auflösung der Symbiose im Rahmen eines Individuationsprozesses von J. Lacan und M. Mahler verglichen werden. Lacans Ansatz Lacans Konzept der Psychoanalyse, besonders seine Vorstellung des „Spiegels“, des „Realem“, „Symbolischem“ und „Imaginärem“, sowie seine Theorien über die Bildung des Subjekts, beinhalten eine latente Fixierung auf die frühe Beziehung … weiterlesen ›