Winston Churchill und die Entdeckung der Tätigkeit als Selbstverwirklichung — Ein Beitrag zur Bedeutung der Arbeitstherapie

Einleitung Winston Churchill hat die Arbeitstherapie depressiver Erkrankungen nicht erfunden. Beschäftigung, körperliche Aktivität und strukturierende Tätigkeiten wurden bereits lange vor ihm therapeutisch genutzt. Dennoch gehört Churchill zu den eindrucksvollsten historischen Figuren, an denen sichtbar wird, wie ein Mensch aus der Erfahrung innerer Gefährdung heraus eine eigene Form psychischer Stabilisierung entwickelt. Nicht als medizinische Methode, sondern … weiterlesen ›

Gedanken zum Weltbild und Arbeitsethos von Warren Buffett

Einleitung Anläßlich seines bevorstehenden Rüpckzugs aus dem operativen Geschäft gibt Warren Buffett seinen Nachfolgern einige Ratschläge mit auf den Weg: die nachfolgernde Generation solle vermeiden, Chefs zu ernennen, die das Ziel hätten, mit 65 Jahren in Rente zu gehen, mit ihrem Reichtum anzugeben oder eine Dynastie zu begründen. Welches Weltbild und Menschenbild steckt in diesen … weiterlesen ›

Willensfreiheit und Selbstverwirklichung in der Philosophie Hegels

Einleitung Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831) war ein deutscher Philosoph und einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Idealismus. Hegels Werk umfasste zahlreiche Bereiche der Philosophie, darunter Logik, Metaphysik, Ethik, Politik, Religion, Geschichte und Ästhetik. Seine Philosophie basiert auf der Überzeugung, dass die Erfassung und Beschreibung der Realität durch einen dialektischen Entwicklungsprozess von der Vorstellung in … weiterlesen ›

Die Tendenz zur Pathologisierung von Andersartigkeit

Einleitung Menschen werden häufig schief angesehen, verachtet oder pathologisiert, weil sei irgendwie anders sind als der Durchschnitt. In diesem Beitrag soll es vor allem um die Rolle der Pathologisierungen gehen, die vor allem im Bereich der Psychologie und der Psychotherapie zu schnell vorgenommen werden. In einem ersten Abschnitt werden die gesellschaftliche Funktionen von Pathologisierungen beschreiben. … weiterlesen ›

Haben und Sein – zwischen Selbstverwirklichung und Trivialisierung

Einleitung Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Dialektik von „Haben und Sein“. Es soll der Frage nachgegangen werden, warum die Vereinseitigung dieses Spannungsfeldes irreführend ist. Sich in einem Sein zu verwirklichen ist nur möglich, wenn ein Mensch etwas hat, mithilfe dessen er sich verwirklichen kann. Wenn der Mensch aber aus dem, was er hat, nichts … weiterlesen ›

John Henry Mackay, ein untypischer Vertreter des Fin de Siècle

Einleitung John Henry Mackay (1864–1933) wurde in Greenock, Schottland, geboren, aber er wuchs überwiegend in Deutschland auf. Der Grund für die Übersiedlung nach Deutschland hängt mit familiären Umständen zusammen. Nachdem sein Vater, ein schottischer Seemann, früh verstorben war, zog seine Mutter, sie war selbst ebenfalls Schottin, mit ihm 1869, als er fünf Jahre alt war, … weiterlesen ›

Aspekte der Phantasielosigkeit

Einleitung In diesem Beitrag sollen Gedanken zum Phänomen der Phantasielosigkeit zusammengetragen werden. D.h., es geht um die Frage, was Phantasie blockieren, hemmen und abwürgen kann oder warum Menschen auf die Möglichkeit zu mehr Phantasie in ihrem Leben mit Aversionen oder Desinteresse reagieren. Dabei geht es um keinen spezifischen Bereich des Lebens, in dem ein mehr … weiterlesen ›

Vom Haben wollen zum Loslassen wollen

Der Übergang vom „haben wollen“ zum „loslassen wollen“ kann als ein lebenslanger Reifeprozess und ein Weg zur Selbstverwirklichung betrachtet werden. Dieser Prozess ist oft geprägt von persönlichem Wachstum, zunehmendem Verständnis aller Zusammenhänge und Abhängigkeiten und einer veränderten Wahrnehmung der eigenen Existenz und der Welt in der wir leben. Haben wollen: Die erste Phase des Lebens … weiterlesen ›

Der Kritische Rationalismus als Herausforderung für die Psychoanalyse

Einleitung Der Kritische Rationalismus ist eine philosophische Strömung, die wesentlich von Karl Popper (1902-1994) geprägt wurde. Popper war ein ausgebildeter Physik- und Mathematiklehrer und befasste sich vor allem mit ideologiekritischer Wissenschaftsgeschichte. Er war ein eminent politisch denkender Mensch und in seinem Wirken und Forschen geleitet von einem aufklärerischen antidogmatischen Wissenschaftsverständnis. Ein Dialog mit dem Kritischen … weiterlesen ›

Die Verwendung der Sprache für die Persönlichkeitsentwicklung

In der tiefenpsychologisch bzw. psychoanalytisch geprägten Psychotherapie geht es vor allem auch um die Verwendung der Sprache für die Persönlichkeitsentwicklung. Um diesen Zusammenhang von Sprache und Persönlichkeitsentwicklung haben sich im 19. Jahrhundert besonders Wilhelm von Humboldt und Johann Wolfgang von Goethe verdient gemacht. Spätere Forscher auf dem Gebiet von Sprachwissenschaft, Kommunikationswisssenschaft und Sprachphilosophie haben auf … weiterlesen ›