Grundprobleme einer mehrdimensionalen Theorie subjekthaften Handelns

Einleitung Die Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit subjekthaften Handelns, das es dem Einzelnen erlaubt, in der modernen Welt handlungsfähig und realitätsmächtig zu bleiben, gehört zu den klassischen Problemen der Philosophie und der Sozialwissenschaften. Unter gegenwärtigen Bedingungen der Massenkultur stellt sie sich jedoch in verschärfter Form. Denn das Subjekt handelt nicht mehr in stabilen, überschaubaren … weiterlesen ›

Was heißt „Arbeit an der Struktur“? Eine klinische Bestandsaufnahme

Einleitung Der Ausdruck „Arbeit an der Struktur“ gehört zu den geläufigen Formulierungen der psychodynamischen Psychotherapie. Er verweist auf therapeutische Ansätze, die nicht primär auf die Aufdeckung unbewusster Konflikte zielen, sondern auf die Stabilisierung und Entwicklung grundlegender psychischer Funktionen. Insbesondere im Kontext der strukturbezogenen Psychotherapie wird darunter eine gezielte Förderung von Fähigkeiten wie Affektregulation, Selbstwahrnehmung, Impulskontrolle … weiterlesen ›

Zum Geschlechterverhältnis im Schachspiel

Einleitung Im modernen Schachspiel trägt die Dame (Königin) die größte operative Macht, während der König formal die wichtigste, praktisch aber die unbeweglichste Figur ist. Diese Kombination – höchste Entscheidungsrelevanz bei minimaler Beweglichkeit – lädt zu Deutungen ein: Ist das ein Gleichnis für Familien- oder Geschlechterordnungen, in denen „der Mann“ den Titel („Oberhaupt“) trägt, die Handlungsmacht … weiterlesen ›