Wie denken Psychotherapeuten im Rahmen eines tiefenpsychologischen Paradigmas?

Einleitung Die Frage, wie Psychotherapeuten im Rahmen eines tiefenpsychologischen Paradigmas denken, erscheint zunächst einfach. Man könnte vermuten, tiefenpsychologisch arbeitende Psychotherapeuten würden vor allem „tiefen-psychologisch“ denken – also Gefühle verstehen, Beziehungen deuten oder Konflikte analysieren. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass psychotherapeutisches Denken weit komplexer ist. Es handelt sich nicht um eine einzelne Denkform, sondern … weiterlesen ›

Drei Grundformen religiöser Orientierung – Zur Formbildung spiritueller Vermittlung zwischen Mensch und Welt

Einleitung Religiöse Systeme lassen sich nicht allein als Sammlungen von Glaubenssätzen oder kulturellen Traditionen verstehen. Sie sind vielmehr als historisch gewachsene Formen der Orientierung zu begreifen, in denen sich eine grundlegende Frage verdichtet: Wie kann sich der Mensch zu einer Welt in Beziehung setzen, die ihm weder vollständig verfügbar noch eindeutig erschlossen ist? In diesem … weiterlesen ›

Narrative als anthropologisches Erbe

Einleitung Religiöser Glaube bindet sich selten an abstrakte Ideen, sondern fast immer an Inhalte, Bilder und Geschichten: Exodus, Passion, Auferstehung, Schöpfungsmythen etc. Der Mensch glaubt nicht primär an Dogmen, sondern an Narrative, die Sinn, Trost, Hoffnung, Orientierung und Identität stiften. Dieser Beitrag knüpft an den Beitrag über religiösen Glauben an und fragt implizit, ob es … weiterlesen ›

Psychoanalyse als Begegnung und Prozess

Einleitung „Psychoanalyse als Beziehung und Prozess“ ist ein tiefgehendes Konzept, das sich mit der Art und Weise befasst, wie psychoanalytische Arbeit durch die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Therapeut und Patient geprägt wird. Diese Beziehung kann reich an Emotionen, Missverständnissen, Durchbrüchen und auch Komplikationen sein. Jedes therapeutische Setting bringt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Herausforderungen und sogar Fehltritten … weiterlesen ›

Die Bedeutung des Kern-Selbst für das subjektive Erleben

Das Konzept des Kern-Selbst ist zentral in der Psychologie und Psychoanalyse und bezieht sich auf das tiefste, grundlegendste Gefühl der eigenen Identität und Existenz. Es bildet die Grundlage für das Gefühl, lebendig zu sein, und beeinflusst wesentlich, wie wir uns selbst wahrnehmen und mit der Welt interagieren. Entstehung des Kern-Selbst Frühe Kindheit und Entwicklung: Das … weiterlesen ›

Psychoanalytische Objektbeziehungstheorien

Einleitung Die psychoanalytische Objektbeziehungstheorie stellt eine Erweiterung der von Freud entwickelten Triebtheorie dar und beschäftigt sich mit der Art und Weise, wie Menschen ihre inneren und äußeren Beziehungen zu anderen Menschen (den „Objekten“) gestalten. In diesem Beitrag sollen die wichtigsten Vertreter dieser Theorien und ihre zentralen Aussagen zur Diskussion gestellt werden. Von Bedeutung ist, dass … weiterlesen ›

Aspekte des Konstruktivismus

Einleitung Der Konstruktivismus ist eine moderne erkenntnistheoretische Perspektive, die vor allem in der Pädagogik eine große Rolle spielt und die mehrere zentrale Grundaussagen beinhaltet.Der Konstruktivismus geht davon aus, dass die Wirklichkeit nicht objektiv gegeben ist, sondern durch den Beobachter konstruiert wird. Jede Wahrnehmung und jedes Wissen über die Welt sind das Ergebnis individueller Konstruktionen.Daraus ergibt … weiterlesen ›