Überlegungen zur fallenden Geburtenrate als kulturhistorischem Phänomen

Einleitung Der Rückgang der Geburtenraten gehört zu den folgenreichsten gesellschaftlichen Entwicklungen der Gegenwart. In nahezu allen industrialisierten Staaten liegen die Geburtenzahlen inzwischen deutlich unter dem Niveau, das für einen langfristigen Bestandserhalt der Bevölkerung erforderlich wäre. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass dieser Trend unabhängig von sehr unterschiedlichen politischen Systemen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und kulturellen Traditionen zu beobachten … weiterlesen ›

Opferrituale in der Moderne

Einleitung Opferrituale gehören zu den ältesten und kulturübergreifend am weitesten verbreiteten religiösen Praktiken der Menschheitsgeschichte. Sie finden sich in archaischen Stammesgesellschaften ebenso wie in den Hochkulturen des Altertums und prägen – in transformierter Form – auch die großen Weltreligionen. Aus religionswissenschaftlicher Perspektive lassen sich Opfer jedoch nicht auf blutige Rituale oder kultische Handlungen reduzieren. Vielmehr … weiterlesen ›

Die Bedeutung der Selbstbeobachtung im Pietismus

Selbstbeobachtung Die Selbstbeobachtung war ein zentraler Bestandteil des Pietismus, einer religiösen Bewegung im 17. und 18. Jahrhundert, die vor allem in Deutschland entstand. Der Pietismus legte großen Wert auf die persönliche Frömmigkeit, das individuelle geistliche Leben und eine direkte, persönliche Beziehung zu Gott. In diesem Kontext spielte die Selbstbeobachtung eine bedeutende Rolle. Sie diente der … weiterlesen ›

Bruderschaften als Säkularisierungsphänomen

Einleitung Die Idee der Bruderschaften als einer Form von weltlicher Religiosität, die sich von den Pythagoräern bis zu den heutigen Freimaurern erstreckt, hat eine lange und komplexe Geschichte, die in verschiedenen sozialen, religiösen und kulturellen Strukturen verwurzelt ist. Die Elemente des Ausschlusses von Frauen, der Ausbildung von männlichen Hierarchien und des Pflegens von geheimem männlichen … weiterlesen ›