Angebote zur Selbstdeutung am Beispiel von Schiller und Grönemeyer — Die Dialektik von Akzeptanz und Nicht-Akzeptanz im historischen Prozess

Einleitung Kulturen leben nicht allein von Institutionen, Gesetzen oder wirtschaftlichen Strukturen. Sie leben vor allem von Erzählungen. Diese Erzählungen beantworten nicht nur die Frage, wie die Welt beschaffen ist, sondern auch die Frage, wie wir uns selbst verstehen sollen und wollen. Die großen Texte einer Kultur wie die Odyssee oder das Neue Testament sind deshalb … weiterlesen ›

Narrative als anthropologisches Erbe

Einleitung Religiöser Glaube bindet sich selten an abstrakte Ideen, sondern fast immer an Inhalte, Bilder und Geschichten: Exodus, Passion, Auferstehung, Schöpfungsmythen etc. Der Mensch glaubt nicht primär an Dogmen, sondern an Narrative, die Sinn, Trost, Hoffnung, Orientierung und Identität stiften. Dieser Beitrag knüpft an den Beitrag über religiösen Glauben an und fragt implizit, ob es … weiterlesen ›

Tschechows Krankenstation als metaphorischer Ort

Einleitung Bereits die Romantiker hatten das Individuum in seiner Subjektivität als empfindendes Wesen in die Literatur eingebracht. Etwa 100 Jahre später wird die Frage nach dessen Subjektivität im Rahmen existenzialistischer Welterfahrung neu beantwortet. Jetzt erscheint das Subjekt wesenhaft ohnmächtig gegenüber seiner Umwelt. Deshalb hier der Rekurs auf Tschechow und die sich an ihn anknüpfende Literatur. … weiterlesen ›

Aspekte der Symmetrie und deren Dekonstruktion

Einleitung In diesem Betrag geht es um die Betonung der Symmetrie in der klassischen Ästhetik und um deren Dekonstruktion in der modernen Kunst. Es werden Beispiele aus der Kunstgeschichte seit der griechischen Antike bis hin zum Kubismus gegeben. Weiterhin wird auch auf die Verwendung der Symmetrie in der Musikkomposition bei Bach und Wagner hingewiesen und … weiterlesen ›

Die Bedeutung der Selbstbeobachtung im Pietismus

Selbstbeobachtung Die Selbstbeobachtung war ein zentraler Bestandteil des Pietismus, einer religiösen Bewegung im 17. und 18. Jahrhundert, die vor allem in Deutschland entstand. Der Pietismus legte großen Wert auf die persönliche Frömmigkeit, das individuelle geistliche Leben und eine direkte, persönliche Beziehung zu Gott. In diesem Kontext spielte die Selbstbeobachtung eine bedeutende Rolle. Sie diente der … weiterlesen ›

Die Verarbeitung des Gefühls der Verzweiflung in den Werken von Dostojewski, Puccini und Munch

Die Darstellung der Verzweiflung in den Werken von Fjodor Dostojewski (1821-1881), Giacomo Puccini (1858-1924) und Edvard Munch (1863-1944) bietet psychologisch interessante Einblicke in das Gefühl der Verzweiflung und gleichzeitig in die unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen der Verzweiflung in Literatur, Musik und Malerei. Obwohl sie verschiedene Medien nutzen und auch nicht alle einer Epoche angehörten, um Verzweiflung … weiterlesen ›

Philosophisch begründete Ethik im Vergleich mit Grundaussagen der christlichen Ethik im historischen Vergleich

Regeln zur Ethik gibt es bereits in indigenen Gesellschaften, in prähistorischer Zeit und auch in den frühen Hochkulturen wie Ägypten oder China. In der vorchristlichen Antike wird erstmals die Ethik als eigenständige philosophische Disziplin ausgebildet. Die Realisierung des guten Lebens wird zunächst an die soziale Gemeinschaft gebunden. Mit dem Zerfall der Polis als demokratischer Institution … weiterlesen ›