Tschechows Krankenstation als metaphorischer Ort

Einleitung Bereits die Romantiker hatten das Individuum in seiner Subjektivität als empfindendes Wesen in die Literatur eingebracht. Etwa 100 Jahre später wird die Frage nach dessen Subjektivität im Rahmen existenzialistischer Welterfahrung neu beantwortet. Jetzt erscheint das Subjekt wesenhaft ohnmächtig gegenüber seiner Umwelt. Deshalb hier der Rekurs auf Tschechow und die sich an ihn anknüpfende Literatur. … weiterlesen ›

Zum Spannungsverhältnis von Psyche und Gehirn

Einleitung Die Spannung zwischen psychischem Erleben und neurobiologischem Geschehen ist kein randständiges Problem der Psychologie, sondern berührt ihren innersten Kern. Seit der Entstehung der modernen Psychologie steht sie vor der Aufgabe, einen Gegenstand zu erfassen, der sich zugleich als subjektiv-sinnhaftes Erleben und als leiblich-neuronales Geschehen zeigt. Dieses Doppelgesicht ist keine vorübergehende theoretische Schwierigkeit, sondern Ausdruck … weiterlesen ›

Psilocybin — vom Hilfsmittel der Schamanen zum Antidepressivum

Einleitung Der Wirkstoff Psilodybin spielte in archaischen Kulturen eine wichtige Rolle. Deshalb ist der erste Abschnitt dieses Beitrags dem kulturgeschichtlichen Aspekt der Droge gewidmet. Heute wird Psilocybin in der psychioatrischen forschung hinsichtlich seiner antidepressiven wirkung erforscht. Darum soll es im zweiten Teil dieses Beitrags gehen. Psilocybin — Das heilige Fleisch der Götter Lange bevor westliche … weiterlesen ›

„Mach doch mal ’ne Therapie!“

Einleitung Der Satz: „Mach doch mal ’ne Therapie!“ einem kritisch nachfragenden politischen Journalisten von einem Politiker an den Kopf geworfen, gibt Anlass zum Nachdenken. Wieder geht es anscheinend darum, kritisches Denken und Nachfragen zu pathologisieren. Dies hat eine lange und dunkle Tradition. Die Zwangsbehandlung von Außenseitern und Kritikern durch Psychiater in ihren eigenen Institutionen der … weiterlesen ›