Vom deutschen Gendern als Katalysator für eine Utopie englischer Sprachpraxis in der EU

Einleitung Dieser Beitrag nimmt zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen die immer wieder wahrgenommenen Aversionen gegen die englische Sprachpraxis unter jungen Menschen und fragt nach deren Gründen und wie diese Aversionen in der Zukuft weiter aufgelöst werden können, ohne belehrend oder programmatisch zu wirken. Englisch als Sprache der Praxis und als Bedrohung nationaler Besonderheiten Es gehört zu … weiterlesen ›

Westermarck und Freud: Die Anthropologie des Inzesttabus

Einleitung In diesem Beitrag sollen die Forschungen von Edvard Westermarck (1862–1939) mit denen von Sigmund Freud (1856–1939) vor allem hinsichtlich des Inzesttabus verglichen werden. Westermarck und das Inzesttabu Edvard Westermarck (1862–1939) war ein finnischer Anthropologe, Soziologe und Philosoph, der vor allem für seine Arbeiten über Moral, Ehe, Familie und Inzesttabus bekannt ist. Seine Forschungen erstreckten … weiterlesen ›

Die Geschichte der Disziplinierung: Zur Archäologie von Scham und Schuldgefühlen

Einleitung Die katholische Kirche hat seit ihrer Entstehung einen signifikanten Einfluss auf die sexuelle Moral und die damit verbundene Sexualunterdrückung ausgeübt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich komplexe Normen, Strafen und Kontrollmechanismen, um sexuelles Verhalten zu regulieren und zu unterdrücken.Diese Kontrolle der Sexualität ist aber nur ein Aspekt einer viel umfassenderen sozialen Kontrolle, die alle … weiterlesen ›

Busch und Biedermeier

Wilhelm Busch und seine Beziehung zu Biedermeier, Groteske und Wahnsinn: Eine literarische und künstlerische Erkundung Wilhelm Busch (1832–1908) ist heute vor allem für seine satirischen Bildergeschichten bekannt, die als Vorläufer des modernen Comics gelten. Seine Werke wie „Max und Moritz“ und „Die fromme Helene“ sind Teil der Allgemeinbildung in der deutschen Kultur und bieten eine … weiterlesen ›

Das Unbehagen im Zeitalter der Banalisierung

Banalisierung als Zeitgeist Die Tendenz zur Banalisierung in Bezug auf vielfältige Aspekte des Lebens ist ein charakteristisches Kennzeichen unserer heutigen Zeit ist. Diese Beobachtung lässt sich durch mehrere gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen belegen: Medialisierung und Oberflächlichkeit: In der Ära der sozialen Medien und des permanenten Informationsflusses haben Inhalte, die schnell und einfach konsumierbar sind, oft … weiterlesen ›

Aspekte eines oberflächlichen Utilitarismus

Einleitung Der frühere Beitrag zum Thema „Aspekte des zynischen Utilitarismus“ erörtert den Begriff des zynischen Utilitarismus, der eine Form des Utilitarismus beschrieb, der als übermäßig pragmatisch und als ignorant gegenüber ethischen Bedenken angesehen werden kann. Der Begriff „zynisch“ deutet in diesem Zusammenhang auf eine Weltanschauung hin, in der ethische Entscheidungen ohne Mitgefühl oder tiefere moralische … weiterlesen ›

Aspekte des Konstruktivismus

Einleitung Der Konstruktivismus ist eine moderne erkenntnistheoretische Perspektive, die vor allem in der Pädagogik eine große Rolle spielt und die mehrere zentrale Grundaussagen beinhaltet.Der Konstruktivismus geht davon aus, dass die Wirklichkeit nicht objektiv gegeben ist, sondern durch den Beobachter konstruiert wird. Jede Wahrnehmung und jedes Wissen über die Welt sind das Ergebnis individueller Konstruktionen.Daraus ergibt … weiterlesen ›

Aspekte des zynischen Utilitarismus

Einleitung Der zynische Utilitarismus ist eine unethische, verantwortungslose Handlungsweise, die moralische und ethische Prinzipien ausschließlich wegen ihres vermeintlichen Vorteils und zweifelhaften Nutzens für eine Mehrheit bzw. ihre Zweckmäßigkeit ohne Rücksicht auf Minderheitenrechte zu vertreten. Im Kontext der Politik führt dieser Ansatz zu einer verächtlichen Banalisierung politischer und sozialer Zusammenhänge, Demontage ethischer Werte und zunehmender Brutalisierung … weiterlesen ›

Brauchen wir noch eine Religion?

Einleitung Religionen als Manifestationen eines Glaubens bestehen zumeist aus drei Aspekten: zunächst dem teleologischen, dem sinnstiftenden Inhalt, der ermöglicht, auf etwas hin leben zu können, zweitens dem Aspekt der religiösen Erfahrung und drittens dem ethischen Aspekt, der sich darstellt in Form von Tabus in Bezug auf etwas Heiliges, auf die Befolgung bestimmter Gesetze, Gebote, Riten, … weiterlesen ›

Der Kampf um die Subjektivität zwischen Einsicht, Läuterung und Wiederholungszwang

Einleitung In der Psychoanalyse ist der Kampf um die Subjektivität ein zentrales Thema, das sich vor allem darin manifestiert, dass sich der Patient als handelndes Subjekt erlebt, indem er gestaltend auf seine Lebenswelt einwirkt (Selbst-Wirksamkeit). Die Befreiung zur Subjektivität setzt eine Ausweitung von Handlungsoptionen voraus und ist somit eine Utopie für den freien Willen, falls … weiterlesen ›