Über Warten als psycho-soziale und kulturelle Praxis

Einleitung Warten ist ein zentraler, oft unterschätzter Aspekt menschlicher Erfahrung. In der Psychotherapie ist es eine Schlüsselkompetenz: Sowohl der Therapeut als auch der Patient müssen die Fähigkeit entwickeln, Ambiguität auszuhalten, ohne vorschnelle Deutungen zu produzieren. Warten ist mehr als passives Abwarten: Es ist eine aktive Funktion des Ichs, die Reifung, Autonomie und innere Struktur ermöglicht. … weiterlesen ›

Stefan Zweig, ein typischer Vertreter des Fin de Siècle

Die Welt von Gestern, ein zeitgeschichtliches Dokument Stefan Zweigs „Die Welt von gestern“ ist mehr als nur ein autobiografisches Werk. Es ist ein literarisches Denkmal für eine untergegangene Epoche – die Welt des alten Europas, wie sie vor dem Ersten Weltkrieg existierte. Dieses Werk, das 1942 posthum veröffentlicht wurde, ist ein tiefer und wehmütiger Rückblick … weiterlesen ›

Aspekte der Befreiung aus einer sado-masochistischen Symbiose: die Ansätze von J. Lacan und M. Mahler im Vergleich

Einleitung In diesem Beitrag sollen die Konzepte einrer Auflösung der Symbiose im Rahmen eines Individuationsprozesses von J. Lacan und M. Mahler verglichen werden. Lacans Ansatz Lacans Konzept der Psychoanalyse, besonders seine Vorstellung des „Spiegels“, des „Realem“, „Symbolischem“ und „Imaginärem“, sowie seine Theorien über die Bildung des Subjekts, beinhalten eine latente Fixierung auf die frühe Beziehung … weiterlesen ›

Psychoanalytische Objektbeziehungstheorien

Einleitung Die psychoanalytische Objektbeziehungstheorie stellt eine Erweiterung der von Freud entwickelten Triebtheorie dar und beschäftigt sich mit der Art und Weise, wie Menschen ihre inneren und äußeren Beziehungen zu anderen Menschen (den „Objekten“) gestalten. In diesem Beitrag sollen die wichtigsten Vertreter dieser Theorien und ihre zentralen Aussagen zur Diskussion gestellt werden. Von Bedeutung ist, dass … weiterlesen ›