Prophetie — Die Vorwegnahme von nachträglicher Sinngebung

Einleitung Dieser Beitrag knüpft an meinen Beitrag über die Nachträglichkeit an und versucht, die dort entwickelten Gedanken auf den Prophetismus zu übertragen. Im Kern berschäftige ich mich mit der Frage, warum prophetische Botschaften häufig so viel Begeisterung auslösen und spontan als richtig empfunden werden, obowhl dem strukturelle eine wichtige Erfahrung entgegensteht, dass Propheten meist scheitern. … weiterlesen ›

Psychotherapie und Supervision unter Veränderungsdruck – Das professionelle Feld im Kontext eines geschwächten Über-Ichs

Einleitung Die gegenwärtigen Veränderungen im psychischen Gefüge moderner Gesellschaften betreffen nicht nur individuelle Lebensführung und kulturelle Sinnsysteme, sondern greifen tief in die Struktur professioneller Felder ein, die traditionell auf innere Reifung, Selbstreflexion und Begrenzungsfähigkeit ausgerichtet sind. Psychotherapie und Supervision stehen dabei in besonderer Weise unter Druck, weil sie selbst Träger und Vermittler jener inneren Funktionen … weiterlesen ›

Die Theologie des Buches Hiob im Vergleich mit den Grundaussagen der Stoa

Einleitung In verschiedenen Beiträgen aus der letzten Zeit bin ich sowohl auf Hiob als auch auf die Stoa in jeweils unterschiedlichen Kontexten eingegangen. Da beide Positionen relativ eng beieinander liegen, aber dennoch weseentliche Unterscheidungsmerkmale aufweisen, hier nochmal ein ausführlicherer Vergleich. Die theologischen Grundgedanken im Buch Hiob Das Buch Hiob gehört zur Weisheitsliteratur des Alten Testaments … weiterlesen ›