Narrative als anthropologisches Erbe

Einleitung Religiöser Glaube bindet sich selten an abstrakte Ideen, sondern fast immer an Inhalte, Bilder und Geschichten: Exodus, Passion, Auferstehung, Schöpfungsmythen etc. Der Mensch glaubt nicht primär an Dogmen, sondern an Narrative, die Sinn, Trost, Hoffnung, Orientierung und Identität stiften. Dieser Beitrag knüpft an den Beitrag über religiösen Glauben an und fragt implizit, ob es … weiterlesen ›

Gedanken zu religiösem Glauben, Zweifel und Bigotterie

Einleitung — Glaube als identifikatorische Sinnstruktur Glaube wird im öffentlichen Diskurs häufig entweder als irrationales Für-wahr-Halten oder als bloßes kulturelles Erbe verstanden. Psychologisch betrachtet lässt sich Glaube jedoch differenzierter beschreiben: als eine tiefverwurzelte Identifikation mit einer sinnstiftenden Geschichte oder Symbolwelt – etwa den Narrationen der Bibel –, die als unantastbar und nicht beliebig austauschbar erlebt … weiterlesen ›

Versuch über Chimären

Einleitung Wenn wir von Chimären sprechen, so meinen wir Wesen, die aus mindestens zwei unterschiedlichen Teilen zusammengesetzt sind. Der Ursprung des Begriffs liegt in der griechischen Mythologie: die Chimaira, ein feuerspeiendes Ungeheuer mit Löwenhaupt, Ziegenleib und Schlangenschwanz, das schließlich von Bellerophon besiegt wurde. Aber die Chimäre ist weit mehr als dieses eine Monster. Sie ist … weiterlesen ›

Die Entwicklung des Urchristentums zur katholischen Kirche

Das Urchristentum Die Jesuanische Bewegung, auch bekannt als die Urgemeinde oder die Jesus-Bewegung, war ursprünglich eine innerjüdische Glaubensrichtung, die sich um die Gestalt Jesu von Nazareth entwickelte. Diese Bewegung entstand im 1. Jahrhundert n. Chr. im Kontext des Judentums auf dem Gebiet des historischen Israel und stellte keine Abkehr von der jüdischen Tradition dar, sondern … weiterlesen ›

Die Wundererzählungen im Neuen Testament im Lichte der historisch-kritischen Methode

Die historisch-kritische Methode ist ein Ansatz zur Untersuchung und Interpretation biblischer Texte, der darauf abzielt, die ursprüngliche Bedeutung, den Kontext und die Entwicklung der Texte zu verstehen. Im Rahmen dieser Methode werden die Wundererzählungen im Neuen Testament auf verschiedene Weisen eingeordnet und analysiert. Hier sind einige der wesentlichen Aspekte:Quellenkritik (oder auch Literarkritik)Die Quellenkritik untersucht, welche … weiterlesen ›