Narrative als anthropologisches Erbe

Einleitung Religiöser Glaube bindet sich selten an abstrakte Ideen, sondern fast immer an Inhalte, Bilder und Geschichten: Exodus, Passion, Auferstehung, Schöpfungsmythen etc. Der Mensch glaubt nicht primär an Dogmen, sondern an Narrative, die Sinn, Trost, Hoffnung, Orientierung und Identität stiften. Dieser Beitrag knüpft an den Beitrag über religiösen Glauben an und fragt implizit, ob es … weiterlesen ›

Tschechows Krankenstation als metaphorischer Ort

Einleitung Bereits die Romantiker hatten das Individuum in seiner Subjektivität als empfindendes Wesen in die Literatur eingebracht. Etwa 100 Jahre später wird die Frage nach dessen Subjektivität im Rahmen existenzialistischer Welterfahrung neu beantwortet. Jetzt erscheint das Subjekt wesenhaft ohnmächtig gegenüber seiner Umwelt. Deshalb hier der Rekurs auf Tschechow und die sich an ihn anknüpfende Literatur. … weiterlesen ›

Der Kampf um die Subjektivität zwischen Einsicht, Läuterung und Wiederholungszwang

Einleitung In der Psychoanalyse ist der Kampf um die Subjektivität ein zentrales Thema, das sich vor allem darin manifestiert, dass sich der Patient als handelndes Subjekt erlebt, indem er gestaltend auf seine Lebenswelt einwirkt (Selbst-Wirksamkeit). Die Befreiung zur Subjektivität setzt eine Ausweitung von Handlungsoptionen voraus und ist somit eine Utopie für den freien Willen, falls … weiterlesen ›