Zum Antagonismus zwischen romantischer Liebe und sexuellem Begehren

Einleitung In diesem Beitrag soll ausgehend von einer historischen Betrachtung, wie die Vorstellung von der romantischen Liebe entstanden ist, weiter den Fragen nachgegangen werden, welche Formen von Liebe sich in den letzten Jahrhunderten entwickelt haben und welche Widersprüche damit verbunden waren und immer noch sind. Dabei sollen ausführlich Theoretiker beider Lager zu Wort kommen: die … weiterlesen ›

Orte psychologischer Erkenntnis: Die Ausgangslage

Im Hintergrund dieser Beitragsserie zu den „Orten psychologischer Erkenntnis“ steht die Frage: Ist die Psychologie eine Naturwissenschaft oder eine Kulturwissenschaft? Anstatt dies philosophisch-erkenntnistheoretisch zu erörtern, möchte ich einen topographischen Weg einschlagen und fragen, könnte es sein, dass sich je nach den jeweiligen Orten der psychologischen Erkenntnis und dem damit verbundenen Menschenbildern ein mehr kulturwissenschaftliches oder … weiterlesen ›

Das Gefühl des Unheimlichen im Traum und in der Literatur

Einleitung Das Gefühl des Unheimlichen oder irrational Unvertrauten ist ein komplexes Phänomen, das in verschiedenen Kontexten auftaucht. Eine allgemeinste Definition könnte darin bestehen, dass wir etwas als unheimlich empfinden, wenn sich etwas Vertrautes mit etwas Unvertrautem so mischt, dass wir nicht mehr entscheiden können, ob es sich um das eine oder das andere handelt. Oder … weiterlesen ›

Wegbereiter bei der Erforschung des Unbewussten

Einleitung Im 18., 19. und beginnenden 20. Jahrhundert gab es eine Vielzahl von Persönlichkeiten aus verschiedenen Disziplinen, die zur Entdeckung und Erforschung des Unbewussten beitrugen. Zu nennen sind vor allem Literaten wie Rousseau, Hoffmann, Goethe, Moritz, Byron, Shelley, Dostojewski, Poe und Stevenson, Philosophen wie Schopenhauer, Nietzsche und Bergson, Ärzte wie Charcot, Janet, Groddeck und Breuer … weiterlesen ›

Aspekte des Postmodernen Denkens

Einleitung Die Postmoderne ist eine intellektuelle Strömung, die sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte und eine Reaktion auf die Veränderung der Weltbilder, wie sie sich schon viel früher in der Kunst mit der Abkehr von der Historienmalerei im Zuge der Romantik bei Delacroix, Corot und Turner vollzogen hatten. Auch in der Literatur … weiterlesen ›

Was fehlt in Lehrbüchern der Psychotherapie?

Einleitung Heute ist es üblich, dass vielfach Podcasts zu psychologischen Themen gehört werden, in denen immer wieder die gleichen guten Tipps zur kognitiven Umstrukturierung angeboten werden. Psychotherapeuten lesen zu Ausbildungszwecken und zur Weiterbildung zwar meist Fachbücher, aus denen man aber für die psychotherapeutische Arbeit nur begrenzten Nutzen ziehen kann, weil sie die Stoffe nur schematisch … weiterlesen ›

Die Verwendung der Sprache für die Persönlichkeitsentwicklung

In der tiefenpsychologisch bzw. psychoanalytisch geprägten Psychotherapie geht es vor allem auch um die Verwendung der Sprache für die Persönlichkeitsentwicklung. Um diesen Zusammenhang von Sprache und Persönlichkeitsentwicklung haben sich im 19. Jahrhundert besonders Wilhelm von Humboldt und Johann Wolfgang von Goethe verdient gemacht. Spätere Forscher auf dem Gebiet von Sprachwissenschaft, Kommunikationswisssenschaft und Sprachphilosophie haben auf … weiterlesen ›

Sackgassen der Interpretation

Mit der metaphorischen Beschreibung von „Sackgassen“ in der Hermeneutik soll nicht suggeriert werden, dass eine Interpretation in einem absoluten Sinne einen Wahrheitsgehalt für sich beanspruchen dürfte und diese einer anderen mit Bestimmtheit abzusprechen sei. Interpretationen sind m.E. immer nur tastende Versuche, einen Gegenstand zu beschreiben und können nur nach zwei Kriterien beurteilt werden. Einmal wird … weiterlesen ›