Angebote zur Selbstdeutung am Beispiel von Schiller und Grönemeyer — Die Dialektik von Akzeptanz und Nicht-Akzeptanz im historischen Prozess

Einleitung Kulturen leben nicht allein von Institutionen, Gesetzen oder wirtschaftlichen Strukturen. Sie leben vor allem von Erzählungen. Diese Erzählungen beantworten nicht nur die Frage, wie die Welt beschaffen ist, sondern auch die Frage, wie wir uns selbst verstehen sollen und wollen. Die großen Texte einer Kultur wie die Odyssee oder das Neue Testament sind deshalb … weiterlesen ›

Zwischen Konversion und Falsifikation – Nock, Freud, Popper und Festinger über die Krise menschlicher Orientierung

Einleitung Als der Religionshistoriker Arthur Darby Nock 1933 sein berühmtes Werk Conversion veröffentlichte, untersuchte er zunächst ein historisches Problem. Wie war es möglich, dass die religiöse Welt der griechischen Polis allmählich verschwand und durch völlig neue Formen religiöser Orientierung ersetzt wurde? Warum verloren die traditionellen Götter ihre Selbstverständlichkeit, während Mysterienreligionen, philosophische Schulen und schließlich das … weiterlesen ›

Bruderschaften als Säkularisierungsphänomen

Einleitung Die Idee der Bruderschaften als einer Form von weltlicher Religiosität, die sich von den Pythagoräern bis zu den heutigen Freimaurern erstreckt, hat eine lange und komplexe Geschichte, die in verschiedenen sozialen, religiösen und kulturellen Strukturen verwurzelt ist. Die Elemente des Ausschlusses von Frauen, der Ausbildung von männlichen Hierarchien und des Pflegens von geheimem männlichen … weiterlesen ›

Brauchen wir noch eine Religion?

Einleitung Religionen als Manifestationen eines Glaubens bestehen zumeist aus drei Aspekten: zunächst dem teleologischen, dem sinnstiftenden Inhalt, der ermöglicht, auf etwas hin leben zu können, zweitens dem Aspekt der religiösen Erfahrung und drittens dem ethischen Aspekt, der sich darstellt in Form von Tabus in Bezug auf etwas Heiliges, auf die Befolgung bestimmter Gesetze, Gebote, Riten, … weiterlesen ›