Zum Scheitern der Sublimierung in Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“

Einleitung Thomas Manns Novelle Der Tod in Venedig (1912) gilt als eine der prägnantesten literarischen Auseinandersetzungen mit dem Verhältnis von Kunst, Begehren und Verfall. Im Zentrum steht der alternde Schriftsteller Gustav von Aschenbach, dessen Begegnung mit dem jungen Tadzio sein Leben grundlegend verändert. Die Novelle lässt sich als Parabel auf die Fragilität künstlerischer Existenz lesen, … weiterlesen ›

Der homoerotische Blick: Ein Beitrag zur Konzeptualisierung von Queerness

Einleitung In diesen Beitrag geht es um den homoerotische Blick: Die Fokussierung auf Details jenseits der Grenzen komplementärer Geschlechtlichkeit. Die Wahrnehmung von Geschlecht und Erotik ist ein komplexer Prozess, der sich auf verschiedenen Ebenen abspielt. Während die ersten beiden Ebenen – das biologische Geschlecht (Sex im Rahmen der Biologie) und die gesellschaftliche Interpretation von Geschlechtsrollen … weiterlesen ›

Psychologische und psychotherapeutische Aspekte der Spiegelneuronen

Einleitung Die Erforschung der Spiegelneuronen hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung für die Psychologie und Psychotherapie gewonnen. Diese speziellen Neuronen, die sich aktivieren, wenn wir eine emotional motivierte Handlung ausführen oder beobachten, wie jemand anderes dieselbe emotional motivierte Handlung ausführt, spielen eine zentrale Rolle in verschiedenen psychologischen Konzepten und Therapieverfahren. Hier sind einige … weiterlesen ›

Aspekte der Regulation von Nähe und Distanz

Einleitung In diesem Beitrag geht es um Nähe-Distanz-Regulation in unterschiedlichen Beziehungsformen: Befriedigung von Sicherheitsbedürfnissen, Befriedigung von Bedürfnissen der Fürsorge, Befriedigung des Bedürfnisses nach erotischer Spannung, Befriedigung des Bedürfnisses nach Steigerung der sexuellen Erregung. Nähe-Distanz-Regulation in unterschiedlichen Beziehungsformen: Eine Betrachtung der unterschiedlichen Bedürfnisse Nähe und Distanz sind zentrale Elemente zwischenmenschlicher Beziehungen. Wie Menschen diese Dimensionen regulieren, … weiterlesen ›

Zur Verdrängung des männlichen Aktes und dem Verlust des abstrakten Denkens

Einleitung In diesem Beitrag soll der Frage nachgegangen werden, mit welchen Konsequenzen zu rechnen ist, wenn das Aktzeichnen insgesamt in der Ausbildung von Gestaltern marginalisiert wird und dort, wo es noch stattfindet in der Regel mit weiblichen Modellen betrieben wird. Deshalb ist zunächst nur zu konstatieren: Die Konzentration auf den männlichen Akt als zentrales Motiv … weiterlesen ›

Die Flucht vor der Sehnsucht in der Literatur

Einleitung Strategien zur Verteidigung der eigenen Autonomie stehen häufig im engen Zusammenhang mit der Flucht oder der Vermeidung von Sehnsucht und emotionaler Abhängigkeit. Dies wird meist dadurch erkauft, dass Genüsse, Erotik, Beziehungen, Lebensinhalten im allgemeinen instrumentalisiert und damit trivialisiert oder banalisiert werden. Die Strategien zur Verteidigung von Autonomie durch „Instrumentalisierung von Lebensinhalten“ beinhaltet ein Konzept … weiterlesen ›

Zum Antagonismus zwischen romantischer Liebe und sexuellem Begehren

Einleitung In diesem Beitrag soll ausgehend von einer historischen Betrachtung, wie die Vorstellung von der romantischen Liebe entstanden ist, weiter den Fragen nachgegangen werden, welche Formen von Liebe sich in den letzten Jahrhunderten entwickelt haben und welche Widersprüche damit verbunden waren und immer noch sind. Dabei sollen ausführlich Theoretiker beider Lager zu Wort kommen: die … weiterlesen ›

Sexualsymbole im Wandel der Zeiten

Einleitung In diesem Beitrag geht es um die Frage, wie sich die Darstellung von Sexualsymbolen vor allem in der Bildenden Kunst von der Prähistorischen Zeit über Antike und Mittelalter bis in unsere heutige Zeit verändert hat und was sich anhand dieser Veränderungen hinsichtlich einer Transformation des Geschlechterverhältnisses und der Beeinflussung durch soziale Hierarchien ablesen läßt. … weiterlesen ›

Hypnotischer Magnetismus und erotischer Fetischismus

Hypnotischer Magnetismus und erotischer Fetischismus sind Konzepte, die sich mit unterschiedlichen Formen von sexueller Anziehung und Lust sowie Dominanz, Unterwerfung und Abhängigkeit beschäftigen. Beide Formen beinhalten eine übermäßig starke erotische Anziehung und sexuelle Erregung.Sowohl hypnotischer Magnetismus als auch erotischer Fetischismus beinhalten psychologische Aspekte der sexuellen Anziehung und Erregung, übersteigerten Lustgewinn in Verbindung mit Dominanz, Unterwerfung … weiterlesen ›