Kritik an einer Konzeptualisierung der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie als Fokalbehandlung
Einleitung Die gegenwärtige psychodynamische Psychotherapie steht in einem eigentümlichen Spannungsfeld. Einerseits richtet sich der diagnostische und therapeutische Blick zunehmend auf sogenannte Strukturdefizite: eingeschränkte Affektdifferenzierung, geringe Frustrationstoleranz, konkretistisches Denken, fragile Selbst-Objekt-Grenzen. Andererseits soll die Behandlung dieser Defizite in zeitlich begrenzten, fokalen Settings erfolgen – nicht zuletzt aus ökonomischen Gründen und im Bemühen, sie von der Psychoanalyse … weiterlesen ›