Zur Dialektik von Macht, Differenz und Vergemeinschaftung in Paarbeziehungen

Einleitung In modernen Gesellschaften erscheint das „Wir“ als selbstverständlicher Zielpunkt intimer Beziehungen. Kaum ein Begriff ist derart positiv konnotiert: Er steht für Zugehörigkeit, Sinn, Sicherheit und emotionale Reife. Zugleich fungiert er als normative Chiffre, an der das Gelingen oder Scheitern von Paarbeziehungen gemessen wird. Gerade diese normative Aufladung macht den Begriff theoretisch problematisch. Denn das … weiterlesen ›

Versuch über optische Konstruktionen der Wirklichkeit in Werbung und Propaganda

Einleitung Wenn optische Rekonstruktionen historische oder biologische Vergangenheit inszenieren, dann zielen optische Konstruktionen darauf ab, Gegenwart und Zukunft zu formen. Werbung und Propaganda bedienen sich beider derselben Mittel: Bilder erzeugen, die nicht einfach abbilden, sondern Wirklichkeiten schaffen. Dabei wird nicht nur etwas gezeigt, sondern ein bestimmter Blick erzeugt, der das Wahrgenommene rahmt, überhöht und mit … weiterlesen ›

Der homoerotische Blick: Ein Beitrag zur Konzeptualisierung von Queerness

Einleitung In diesen Beitrag geht es um den homoerotische Blick: Die Fokussierung auf Details jenseits der Grenzen komplementärer Geschlechtlichkeit. Die Wahrnehmung von Geschlecht und Erotik ist ein komplexer Prozess, der sich auf verschiedenen Ebenen abspielt. Während die ersten beiden Ebenen – das biologische Geschlecht (Sex im Rahmen der Biologie) und die gesellschaftliche Interpretation von Geschlechtsrollen … weiterlesen ›

Haben und Sein – zwischen Selbstverwirklichung und Trivialisierung

Einleitung Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Dialektik von „Haben und Sein“. Es soll der Frage nachgegangen werden, warum die Vereinseitigung dieses Spannungsfeldes irreführend ist. Sich in einem Sein zu verwirklichen ist nur möglich, wenn ein Mensch etwas hat, mithilfe dessen er sich verwirklichen kann. Wenn der Mensch aber aus dem, was er hat, nichts … weiterlesen ›

Freuds Instanzenmodell und seine Vorläufer bei Platon, Schopenhauer und Nietzsche

Platon und Freud Zu den Lebensdaten: Platon lebte von 428 bis 348 v. Chr. Sigmund Freud lebte von 1856 bis 1939. Platos Konzept der dreiteiligen Seele und Freuds Instanzenmodell (1923) weisen interessante Parallelen auf, auch wenn sie in unterschiedlichen historischen und theoretischen Kontexten entstanden sind. Beide Theorien versuchen, die komplexe Natur des menschlichen Geistes und … weiterlesen ›