Gedanken zu Vergangenheitsorientierung, Gegenwartsorientierung und Zukunftsorientierung in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie

Einleitung Die moderne Psychotherapie beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit. Kindheitserfahrungen, infantile Konflikte, Symbiose und Individuation, Bindungserfahrungen, Traumata, Prägungen und Beziehungsgeschichten rund um Eifersucht und Rivalität gelten als wichtige Schlüssel zum Verständnis psychischer Probleme. Diese Perspektive ist zweifellos berechtigt. Niemand entwickelt sich im luftleeren Raum. Jeder Mensch trägt die Spuren seiner Geschichte in sich. Dennoch … weiterlesen ›

Winston Churchill und die Entdeckung der Tätigkeit als Selbstverwirklichung — Ein Beitrag zur Bedeutung der Arbeitstherapie

Einleitung Winston Churchill hat die Arbeitstherapie depressiver Erkrankungen nicht erfunden. Beschäftigung, körperliche Aktivität und strukturierende Tätigkeiten wurden bereits lange vor ihm therapeutisch genutzt. Dennoch gehört Churchill zu den eindrucksvollsten historischen Figuren, an denen sichtbar wird, wie ein Mensch aus der Erfahrung innerer Gefährdung heraus eine eigene Form psychischer Stabilisierung entwickelt. Nicht als medizinische Methode, sondern … weiterlesen ›

Zur fragilen Indikation tiefenpsychologischer Behandlung bei Abhängigkeitserkrankungen

Einleitung Die Indikation tiefenpsychologischer Behandlung erweist sich bei Abhängigkeitserkrankungen häufig als fragil, weil ihre Methodik an strukturelle Minimal-Voraussetzungen und an die Fähigkeit zum symbolischen Denken gebunden ist. Diese sind bei Menschen mit Abhängigkeitserkranken meist nicht ausreichend vorhanden. In der Ausbildung angehender Psychotherapeuten zeigt sich immer wieder eine typische Herausforderung: Der Wunsch, auch bei abhängigen Patienten … weiterlesen ›