Anmerkungen zu einer Psychologie der Sentimentalität

Einleitung Wenn hier von Sentimentalität die Rede ist, so sind damit nicht Gefühlen im engeren Sinn gemeint, sondern Aussagen, die ein Gefühl reklamieren. Dies kann sich auch wie eine gefühlshafte Beschreibung anfühlen, ist aber so etwas wie ein designtes Gefühl und damit hat es in der Kommunikation eine andere Funktion als ein authentisch erlebtes Gefühl. … weiterlesen ›

Bemerkungen über den Unterschied zwischen selbstreferenzieller und konkretistischer Sprache

Einleitung Selbstreferenzielle und konkretistische Sprache begegnen uns im Alltag oft, ohne dass wir sie bewusst unterscheiden. Dennoch formen sie auf subtile Weise, wie wir Beziehungen gestalten, Konflikte verhandeln oder uns selbst verstehen. Ein Blick auf typische Alltagssituationen zeigt, wie verschieden Menschen Wirklichkeit sprachlich konstruieren – und wie stark Sprache dabei selbst zum Gegenstand wird. Der … weiterlesen ›

Über Darstellungen des nackten Menschen bei alltäglichen Verrichtungen

Einleitung Die Darstellung des nackten Körpers bei alltäglichen Verrichtungen ist ein interesantes Thema, das sich durch die Kunstgeschichte zieht – von der Antike bis in die Gegenwart. Es umfast nicht nur Skulpturen, sondern vor allem auch Bilder und Fotografien. Darstellungen von Nackheit in der Antike und Spätantike Besonders in der griechischen Antike wurde der nackte … weiterlesen ›

Der freie Wille aus neurobiologischer Sicht

Einleitung Der freie Wille ist ein Konzept, das seit Jahrhunderten im Bereich der Theologie und der Philosophie kontrovers diskutiert wird. Während er traditionell als Grundlage menschlicher Autonomie verstanden wird, legt die neurobiologische Forschung nahe, dass unser freier Wille deutlich eingeschränkter ist, als wir glauben. Diese Sichtweise stellt den freien Willen nicht vollständig infrage, sondern schränkt … weiterlesen ›

Brauchen wir noch eine Religion?

Einleitung Religionen als Manifestationen eines Glaubens bestehen zumeist aus drei Aspekten: zunächst dem teleologischen, dem sinnstiftenden Inhalt, der ermöglicht, auf etwas hin leben zu können, zweitens dem Aspekt der religiösen Erfahrung und drittens dem ethischen Aspekt, der sich darstellt in Form von Tabus in Bezug auf etwas Heiliges, auf die Befolgung bestimmter Gesetze, Gebote, Riten, … weiterlesen ›