Angebote zur Selbstdeutung am Beispiel von Schiller und Grönemeyer — Die Dialektik von Akzeptanz und Nicht-Akzeptanz im historischen Prozess

Einleitung Kulturen leben nicht allein von Institutionen, Gesetzen oder wirtschaftlichen Strukturen. Sie leben vor allem von Erzählungen. Diese Erzählungen beantworten nicht nur die Frage, wie die Welt beschaffen ist, sondern auch die Frage, wie wir uns selbst verstehen sollen und wollen. Die großen Texte einer Kultur wie die Odyssee oder das Neue Testament sind deshalb … weiterlesen ›

Die Akzeptanz der Nachträglichkeit als Schutzfaktor gegenüber paranoider Sinnverzerrung

Einleitung Wir leben in einer Welt, in der wir fast ständig handeln müssen, bevor wir verstehen können, was wir eigentlich tun. Entscheidungen werden unter Unsicherheit getroffen, Beziehungen entfalten ihre Bedeutung erst im Rückblick, Lernprozesse zeigen ihren Sinn oft erst dann, wenn sie bereits abgeschlossen sind. Im Alltag erleben wir immer wieder, dass sich die Bedeutung … weiterlesen ›

Die Theologie des Buches Hiob im Vergleich mit den Grundaussagen der Stoa

Einleitung In verschiedenen Beiträgen aus der letzten Zeit bin ich sowohl auf Hiob als auch auf die Stoa in jeweils unterschiedlichen Kontexten eingegangen. Da beide Positionen relativ eng beieinander liegen, aber dennoch weseentliche Unterscheidungsmerkmale aufweisen, hier nochmal ein ausführlicherer Vergleich. Die theologischen Grundgedanken im Buch Hiob Das Buch Hiob gehört zur Weisheitsliteratur des Alten Testaments … weiterlesen ›

Jenseits der Akzeptanz — Hiob als Figur zwischen Entzauberung und Simplifizierung

Einleitung Die biblische Gestalt des Hiob markiert einen Wendepunkt im religiösen und anthropologischen Denken. In ihm tritt ein Mensch hervor, der Schicksalsschläge nicht mehr primär im Modus archaischen magischen Denkens deutet – also weder als gerechte Strafe für eigenes Fehlverhalten noch als Ergebnis feindlicher Zauberhandlungen anderer –, sondern der das Leid als letztlich unverfügbar akzeptiert. … weiterlesen ›

Krisen und Krisenstimmung und deren Reflexion in der Sozialpsychologie

Einleitung Dieser Beitrag soll der Frage nachgehen, wie sich angesichts von zunehmenden Krisen die Psychostrukturen hinsichtlich der Suche nach einer neuen starken Führungspersönlichkeit, der Veränderung in der Mentalität und die Zunahme bestimmter psychischer Erkrankungen verändern werden. Als Aspekte von zunehmenden Krisen können angesehen werden: hybride Kriegsführung Russlands, Wirtschaftsimperialismus Chinas und der USA, anhaltende Flüchtlingsströme nach … weiterlesen ›

Zur Polarisierung der Gesellschaft zwischen Woke und Anti-Woke

Einleitung Die Begriffe „woke“ und „anti-woke“ sind komplex und werden oft unterschiedlich interpretiert, je nach Kontext und Perspektive. Um die Dynamik zwischen diesen beiden Positionen zu verstehen, ist es hilfreich, die Kernaussagen woker Positionen zu beleuchten und zu erkennen, welche davon als Provokation von anti-woken Kräften empfunden werden. Kernaussagen woker Positionen: Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit:Woke … weiterlesen ›