Die Konstruktion eines „Wir“ im identitären Denken und dessen Folgen

Einleitung In vielen zeitgenössischen Diskursen – sei es politisch, kulturell oder medial – zeigt sich ein bemerkenswertes Phänomen: das „identitäre Wir“. Anders als ein dialogisches Wir, das auf Gemeinsamkeiten, Differenzen und gegenseitigem Verstehen basiert, ist das identitäre Wir normativ und exklusiv. Zugehörigkeit wird hier über ideologische oder moralische Übereinstimmung definiert. Wer diesem Wir nicht zugeordnet … weiterlesen ›

Zur Mensch-Maschine-Kommunikation: paranoide Phantasien und medienkritische Einwände

Abstract Die Begegnung mit Künstlicher Intelligenz löst nicht nur technische oder ethische Fragen aus – sie aktiviert auch tief verwurzelte psychische Muster. Menschen erleben KI häufig wie einen distanzierten, korrekt-agierenden, aber emotional schwer lesbaren Beziehungspartner. Dieses Erleben ähnelt schizoiden Beziehungsstilen: präzise, zuverlässig, aber ohne Affektresonanz. Solche Begegnungen erzeugen Unsicherheit und interpretativen Druck – und führen … weiterlesen ›