Die chaostheoretische Begründung einer zukünftigen Psychodynamik und ihre Bedeutung für die Tiefenpsychologie

Einleitung Die klassische Tiefenpsychologie entstand im Zeitalter des naturwissenschaftlichen Determinismus. Sigmund Freud war überzeugt, dass psychische Prozesse prinzipiell ebenso gesetzmäßig erklärbar seien wie physikalische oder biologische Vorgänge. Hinter Symptomen sollten sich eindeutige Ursachen, stabile Mechanismen und allgemeine psychodynamische Gesetze finden lassen. Gerade hierin lag jedoch möglicherweise ein grundlegendes Selbstmissverständnis der frühen Psychoanalyse. Denn Freud entwickelte … weiterlesen ›

Allgemeine Therapieziele in der tiefenpsychologischen Behandlung

Einleitung Dieser Beitrag über Allgemeine Therapieziele in der tiefenpsychologischen Behandlung ist der Frage gewidmet, welche Rolle den Emotionen in der Behandlung zukommt. Hierbei ist vor allem zu verstehen, welche Funktion die Emotionen beim jeweiligen Patienten haben inn Bezug auf Überwältigung, Abwehr und Integration . Ein grundlegendes Muster, das sich durch verschiedene Schulen der Psychodynamik hindurch … weiterlesen ›

Anmerkungen zu einer Psychologie der Sentimentalität

Einleitung Wenn hier von Sentimentalität die Rede ist, so sind damit nicht Gefühlen im engeren Sinn gemeint, sondern Aussagen, die ein Gefühl reklamieren. Dies kann sich auch wie eine gefühlshafte Beschreibung anfühlen, ist aber so etwas wie ein designtes Gefühl und damit hat es in der Kommunikation eine andere Funktion als ein authentisch erlebtes Gefühl. … weiterlesen ›

Metaphorik als Abwehrstruktur in Sylvia Plaths Roman „Die Glasglocke (The Bell Jar)“

„… wo immer ich auch saß – an Deck eines Schiffes oder in einem Straßencafé in Paris oder Bangkok –, ich säße immer noch unter derselben Glasglocke und schmore in meiner eigenen bitteren Luft.“ „Für den Menschen in der Glasglocke, leer und erstarrt wie ein totes Baby, ist die Welt selbst der böse Traum.“ Einleitung … weiterlesen ›

Die Bedeutung der Neurobiologie für die Psychotherapie

Einleitung: Ergebnisse der Neurobiologie und ihre Relevanz für die Psychotherapie In diesem Beitrag sollen drei Beispiele genannt werden, inwiefern Ergebnisse der Neurobiologie von Interesse sein können für die Theoriebildung und Praxis der Psychotherapie. Hierzu gehören Forschungen zum Default Mode Network (DMN) und dem Begriff des Unbewussten, zur Neuroplastizität in ihrer Bedeutung für das Lernen aus … weiterlesen ›

Affektbildung und Symbolbildung

Einleitung Affektbildung und Symbolbildung sollen in diesem Beitrag in ihrer Bedeutung für Kulturtheorie und Psychotherapie betrachtet werden.Affekte und Symbole spielen eine zentrale Rolle sowohl in der Kulturtheorie als auch in der Psychotherapie. Während Affekte die emotionalen Reaktionen und Zustände eines Individuums umfassen, sind Symbole kulturell geprägte Zeichen und Bedeutungen, die tief in unser Verständnis der … weiterlesen ›