Die Psyche und das Prämenstruelle Syndrom (PMS)

Das Prämenstruelle Syndrom (PMS)

Die Tage vor der Menstruation sind bei manchen Frauen neben körperlichen Beschwerden oder Schmerzen belastet durch ein Stimmungstief, erhöhte Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, Müdigkeit und Antriebsverlust. Es können auch weitere psychische Irritationen oder belastende Phänomene auftreten. Wenn die Beschwerden ausgeprägter sind, spricht man auch von einer Prämenstruellen Dysphorischen Störung (PMDS).

Die Ursachen für das Prämenstruelle Syndrom sind im Einzelnen noch nicht völlig geklärt. Es scheint aber einen Zusammenhang zu geben zwischen dem PMS und dem Risiko einer Wochenbettdepression. Bei Frauen, die vor einer Schwangerschaft unter den Beschwerden eines PMS litten, besteht also ein größeres Risiko, an einer Wochenbettdepression zu erkranken.

Beim PMS spielen offenbar hormonelle Umstellungen während des Endes der zweiten Phase des Monatszyklus eine wichtige Rolle.

Nach dem Einsprung, der die Mitte des Monatszyklus markiert, kommt es zunächst durch die Produktion des Gelbkörperhormons (Progesteron) zu einem Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Kurz vor dem Ende des Zyklus nimmt die Produktion des Gelbkörperhormons wieder ab und die Produktion von Östrogenen nimmt wieder zu.

Depressive Verstimmungen

Depressive Verstimmungen können entstehen, wenn der Spiegel an Östrogenen zu hoch ist. Denn diese verbrauchen viel Vitamin B6, was benötigt wird, um u.a. den Botenstoff Serotonin aufzubauen. Serotonin wirkt Depressionen entgegen.

Durch zu viel Östrogen und einen Mangel an Vitamin B6 und einem Mangel an dem Ausgangsstoff von Serotonin - der Aminosäure Tryptophan, können (so die Theorie) die psychischen Symptome eines PMS hervorgerufen bzw. verstärkt werden.

Von der Einnahme von Antidepressiva (Serotonin-Wiederaufnahmehemmern) ist wegen der Nebenwirkungen abzuraten (Vgl. hierzu auch das Video auf der Seite Hilfe bei Depressionen). Stattdessen ist eher zu empfehlen, die psychischen Symptome eines PMS durch eine ausgewogene Ernährung und Sport positiv zu beeinflussen.

Es sollte deshalb insbesondere auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B6 (z.B. in Form von Hefeflocken), und Tryptophan (z.B. in Form von Fleisch, Käse, Cashewkernen) geachtet werden. Darüber hinaus ist auch Vitamin E von Bedeutung, weil dieses Vitamin das Gleichgewicht zwischen dem Gelbkörperhormon (Progesteron) und den Östrogenen wiederherstellen kann. Ebenso sind Vitamin D und Calcium in der Lage, die Östrogenwerte positiv zu beeinflussen.

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