Nymphomanie und Sexsucht bei Frauen

Nymphomanie = Sexsucht ?

Zur Unterscheidung: Die Nymphomanie bezeichnet ein gesteigertes sexuelles Verlangen von Frauen. Die Sexsucht bezeichnet gesteigertes sexuelles Verhalten bei Frauen auf der Grundlage, dass dieses primär zur Kompensation von Defiziten im Bereich des Selbstwertgefühls, zur Abwehr von Depressionen oder anderern psychischen Störungen eingesetzt wird.

Multiple Orgasmen bei Frauen

Wie allgemein bekannt, können sehr viele Frauen multiple Orgasmen erleben. Anders als beim Mann, bei dem die sexuelle Erregung in der Regel nach einem oder zwei Orgasmen allmählich nachlässt, kann sich bei Frauen das sexuelle Verlangen nach einem oder mehreren Orgasmen noch weiter steigern. Diese Fähigkeit zu multiplen Orgasmen bei der Frau an sich ist noch keine Sexsucht und auch noch nicht als Nymphomanie zu bezeichnen.

Nymphomanie im eigentlichen Sinne

Von Nymphomanie im eigentlichen Sinne ist erst zu sprechen, wenn sich die betroffene Frau den ganzen Tag über -- also quasi 24 Stunden lang -- in einem Erregungszustand befindet, in dem sie jederzeit zu einem Orgasmus fähig wäre. Da kein einzelner Mann dieser Form von gesteigerter sexueller Dauererregung entsprechen kann, sind im Fall der Nymphomanie wechselnde Männerbeziehungen häufig anzutreffen und als normal anzusehen.

Häufiger Partnerwechsel

Keinesfalls sollte aber allein aufgrund von häufigem Partnerwechsel auf Nymphomanie geschlossen werden, weil die Ursache für häufigen Partnerwechsel auch in einer Bindungsstörung oder Beziehungsstörung liegen könnte oder einfach einem laszivem Lebensstil entspricht.

Sexsucht bei Frauen

Im Gegensatz dazu ist bei der Sexsucht, die als psychische Abhängigkeit von der Beschäftigung mit dem Thema Sexualität geprägt ist, nicht notwendig ein gesteigertes sexuelles Verlangen die Ursache, sondern in der Mehrzahl der Fälle eine psychische Störung (z.B. in Form einer überkompensierten Depression oder Borderline-Störung).

Mit der Sexsucht, die selbst im Extremfall mit völliger Frigidität oder Anorgasmie einhergehen kann, sollen meist Gefühle von Verlassenheit, Traurigkeit, Enttäuschung, schlechtem Selbstwertgefühl etc. bei den Betroffenen abgewehrt werden.

Im Einzelfall können selbstverständlich Nymphomanie und Sexsucht kombiniert vorliegen.

Während die Nymphomanie als solche nicht behandlungsbedürftig ist, sollte bei der Sexsucht die zugrunde liegende psychische Störung psychotherapeutisch behandelt werden. Wenn Sie gesprächsbedarf zum Thema Nymphomanie oder Sexsucht bei Frauen haben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an mich. Ein Erstgespräch ist jetzt auch in Form einer Onlineberatung via Skype möglich.

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