Psychotherapie, Coaching und Alexandertechnik

Alexandertechnik

Die Alexandertechnik ist eine nach Frederick Matthias Alexander (1869-1955) benannte pädagogische Methode zum Erkennen und Verändern von körperbezogenen Gewohnheiten, die mit chronifizierten Muskelverspannungen und energieraubenden Bewegungsabläufen einhergehen können.

Insbesondere die Grundpositionen wie Sitzen, Stehen und Liegen sollen mithilfe der Alexander-Methode müheloser und mit minimalem Kraftaufwand eingenommen und gehalten werden können. Muskelverspannungen sollen sich lösen und in einen gesunden Muskeltonus eines neuen bewussteren Körpergefühls überführt werden.

Alexandertechnik Wolfgang Albrecht Praxis für Psychotherapie, Psychoanalyse und Coaching in Berlin Charlottenburg Wilmersdorf

Foto © W. Albrecht

Darüber hinaus geht es bei der Alexander-Technik auch um die Ausrichtung des Körpers im Raum, um die Zentralsteuerung, das Zusammenwirken von Torso, Hals und Kopf, und um das Zusammenspiel von Psyche und Körper mittels der Methoden des Innehaltens (des Abwarten, des Nicht-Tuns) und einer Orientierung an geistig vorgestellten Direktiven wie z.B. den Oberkörper länger und breiter werden lassen etc.

Die ursprüngliche von F. M. Alexander begründete Alexandertechnik umfasste noch in größerem Maße Aspekte der Atmung und des Sprechens, was in den heute praktizierenden Schulen eher eine untergeordnete Rolle einnimmt.


 

Adressaten der Alexandertechnik sind vor allem Menschen, deren Körper im Beruf großen Belastungen ausgesetzt ist und/oder Menschen, die den Körper zu künstlerischen Zwecken im Rahmen von Ausdrucksbewegungen einsetzen. Hierzu gehören alle Bühnenschaffenden wie Redner, Sänger, Schauspieler und Musiker. In jüngerer Zeit wird die Alexandertechnik vermehrt auch von bildenden Künstlern (Bildhauer, Maler etc.) in Wahrnehmungssprozesse und Gestaltungsprozesse miteinbezogen.

Die Bedeutung der Alexandertechnik für Psychotherapie-Patienten

Darüber hinaus können auch Psychotherapie-Patienten von der Alexandertechnik profitieren, die den eigenen Körper und seine Haltungen bzw. Bewegungen besser kennenlernen möchten. So kann z.B eine gedrückte Stimmung mit einem nicht aufrechten Bewegungsablauf einhergehen. Oder eine psychische Unflexibilität kann sich in einer Starrheit der Körperbewegungen und einer defizitären Verwendung bestimmter Gelenke wiederfinden.

Insofern die Alexandertechnik eine pädagogische körperbezogene Form der Selbsterfahrung darstellt, kann sie gut mit einer psychotherapeutischen Behandlung kombiniert werden. Anwendungsgebiete einer solchen Kombination sind vor allem Beschwerden wie z.B. Muskelverspannungen infolge von Fehlhaltungen, Lampenfieber, Unsicherheit in sozialen Situationen etc. Empfehlenswert ist in Einzelfällen auch die Kombination einer Psychotherapie mit Logopädie insbesondere wenn die praktizierenden Logopäden auch eine Weiterbildung in Alexandertechnik absolviert haben.

Die Alexandertechnik kann ebenfalls im Rahmen von Körper-Coaching eingesetzt werden.

In meiner psychotherapeutischen Praxis wird die Alexandertechnik nicht angeboten. Es können aber Kontakte zu Alexandertechnik-Lehrern/Lehrerinnen vermittelt werden. 

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Book

Literatur zum Weiterlesen:

Book

  • F.M. Alexander: Der Gebrauch des Selbst: Die bewusste Steuerung des Gebrauchs
  • Renate Wehner: Alexander Technik: Achtsame Übungen für mehr Körperharmonie
  • Michael Bloch: F. M.: The Life of Frederick Matthias Alexander: Founder of the Alexander Technique
Wolfgang Albrecht