Psychotherapie bei Reizdarmsyndrom in Berlin

Das Reizdarmsyndrom (RDS)

Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen über das Reizdarmsyndrom (RDS) im Allgemeinen und über die Behandlung des Reizdarmsyndroms in meiner Praxis in Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf.

Das Reizdarmsyndrom (RDS), Colon irritabile, englische Bezeichnung: irritable bowel syndromes (IBS), gehört zu den funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung leiden unter einem Reizdarmsyndrom. Frauen sind meist häufiger betroffen als Männer. Auch ohne eindeutige organische Veränderung des Magen-Darm-Traktes kommt es zu Beschwerden, die von Bauchweh, Bauchkrämpfen, Verstopfungen oder Durchfällen bis hin zu Blähungen reichen. Eine eindeutige Ursache für das Reizdarmsyndrom konnte bisher nicht festgestellt werden. Inwiefern eine Desensibilisierung der Darmschleimhaut gegenüber Entzündungsreizen ein wesentlicher Faktor für die Entstehung des RDS sein könnte, ist bisher noch nicht hinreichend geklärt.

Es ist aber davon auszugehen, dass zumindest eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmter Nahrungsmittel, Störungen in der Verteilung der Darmbakterien und psychische Komponenten bei der Entstehung und Aufrechterhaltung dieser funktionellen Beschwerden eine Rolle spielen können.

Die Diagnose stellt der Internist bzw. der Gastroenterologe. Eine psychotherapeutische Behandlung kann unterstützend eine wichtige Rolle übernehmen, wenn aus der Anamnese ersichtlich wird, dass es Anhaltspunkte für Beziehungskonflikte, traumatisch erlebte Verlusterlebnisse oder unterschwellige Ängste und Depressionen gibt.

Ein häufig feststellbarer Zusammenhang zwischen der Symptomatik des Reizdarmsyndroms und unbewusst wirksamen Ängsten und Depressionen bildet deshalb einen möglichen Ansatzpunkt für eine psychotherapeutische Behandlung.
Die betroffenen Patienten nehmen Risiken meist nicht bewusst wahr und sind oberflächlich eher angstfrei, während ihr Unbewusstes unterschwelligen Ängsten umso stärker ausgesetzt ist.

Auch können es sein, dass Betroffene traumatisierende Verlusterlebnisse nicht gründlich genug verarbeitet haben, was ein Grund für latente Depressionen sein kann.

RDS durch Konflikte und Stress

Auch können sich gegenwärtige belastende Beziehungskonflikte verschlimmernd auf die Beschwerden auswirken.

Anstelle der psychischen Verarbeitung der Konfliktspannungen findet eine Abfuhr von Stressgefühlen im Magen-Darm-Trakt statt. Der Magen-Darm-Trakt, dessen komplexes Nervensystem eng mit dem des Gehirns verbunden ist, muss dann vor allem psychischen Stress verarbeiten und kann mit der zusätzlichen Verarbeitung von Nahrung überfordert sein.

Die Folge ist dann eine entweder zu träge oder eine zu schnelle Verdauungstätigkeit. Ebenso kann eine Überforderung vorliegen, wenn der Magen-Darm-Trakt unterschiedliche Arten von Lebensmitteln gleichzeitig verarbeiten muss.

Darüber hinaus gibt es auch Hinweise darauf, dass viele vom Reizdarmsyndrom Betroffene auch über eine hochsensible Persönlichkeit verfügen oder/und von gravierenden traumatischen Erlebnissen (z.B. in Form von Verlusterlebnissen) belastet sind.

Auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Reizdarmsyndrom und Hypersensibilität bzw. traumatischen Erlebnissen ist deshalb bei der Anamnese und einer Psychotherapie besonders zu achten.

Sollten Sie unter einem Reizdarmsyndrom leiden, zögern Sie nicht, ein unverbindliches Vorgespräch in meiner Praxis zu vereinbaren.

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Als Behandlungsmethode des Reizdarmsyndroms kommt in meiner Praxis eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie in Kombination mit handlungsorientierten Ansätzen und einer Ernährungsberatung zur Anwendung.

In besonderen Fällen ist auch eine analytische Psychotherapie bzw. Psychoanalyse angezeigt.

Wolfgang Albrecht