Psychotherapie bei Hochsensibilität und Hypersensibilität in Berlin

Hochsensibilität und Hypersensibilität

Sind Sie hochsensibel oder hypersensibel? Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen über die Hochsensibilität bzw. Hypersensibilität im Allgemeinen und über die psychotherapeutische Behandlung von Menschen mit Hochsensibilität in meiner Praxis für Psychotherapie, Psychoanalyse und Coaching in Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf.

Erfahrungen von Reizüberflutung

Menschen, die hochsensibel oder hypersensibel sind, stehen häufig vor dem Problem einer gesteigerten Quantität und Intensität der Informationen, die sie während eines Tages oder auch über längere Zeiträume verarbeiten müssen. Die gesteigerte Aufnahme von äußeren Reizen kann bis hin zur Reizüberflutung führen und mit einem entsprechend langen Nachhall, der manchmal über viele Jahre anhalten kann, begleitet sein. Darüber hinaus wirken negative Stimmungen anderer Menschen auf Hochsensible meist einschüchternd und entmutigend. Wenn andere Menschen leiden, kann dies für Hochsensible eine Aufforderung darstellen, sich um diese Menschen kümmern zu wollen oder zu müssen.

Dünnhäutigkeit – Angstbereitschaft – Überforderung

Generell wirken Hochsensible auf andere Menschen dünnhäutiger und zarter als Menschen des Durchschnitts der Bevölkerung. Sie selbst fragen sich häufig, ob sie noch normal sind oder ob es sich bei ihrer Eigenart möglicherweise um eine Erkrankung oder ein Handicap handelt. Dies insbesondere dann, wenn sie sich in vielen Situationen überfordert fühlen oder unter Ängsten leiden.

Zwei Arten von Hochsensibilität

Heute unterscheidet man zwei Unterarten von Hochsensibilität. Einerseits findet man die introvertierte, ruhige, passive Ausprägung, bei der Menschen äußere und innere Reize so weit wie möglich vermeiden und dazu neigen, ein bescheidenes und zurückgezogenes Leben zu führen. Daneben gibt es bei Hochsensibilität eine mehr extrovertierte, aktivere, unruhigere Ausprägung, bei der die Betroffenen eher Herausforderungen suchen. Sie sind abenteuerlustig, neigen zur Abwechslung, sind bisweilen unstet und genießen ein höheres Erregungsniveau und ungewöhnliche Lebensinhalte. Bei der zweiten Variante kommt es zu heftigeren Konflikten mit der Grunddisposition zur Hochsensibilität und es ergibt sich daraus die Notwendigkeit, Phasen mit erhöhtem Erregungsniveau mit langen Erholungspausen auszubalancieren, damit keine schwerwiegenden Probleme im Sinne von Überlastung oder Überforderung auftreten.

Hochsensiblität als Disposition für eine instabile Persönlichkeit

Wenngleich die Hochsensibilität selbst keine Krankheit darstellt, kann sie dennoch aufgrund der damit gesteigerten Angstbereitschaft die Prädisposition für psychische Irritationen, Traumatisierungen oder auch tatsächliche psychisch bedingte Erkrankungen, wie z.B. eine Angsterkrankung im Sinne einer sozialen Phobie, sein.

Psychisch instabil = Borderline ?

Die gelegentlich auftretende psychische Instabilität bei hochsensiblen Menschen wird gelegentlich mit einer Borderline-Störung verwechselt, weil bei einer Borderline-Störung auch psychische Instabilität neben anderen Beschwerden eine große Rolle spielt.

Sollten Sie als Borderline-Persönlichkeit im Wesentlichen aufgrund von psychischer Instabilität diagnostiziert worden sein, lassen Sie bitte überprüfen, ob es sich bei Ihnen nicht auch um einen Fall von genuiner Hochsensibilität handeln könnte. Allerdings kann es im Einzelfall auch zu Überschneidung kommen und es gibt Mischformen von Hochsensibilität und Borderline-Persönlichkeitsstörungen. Lesen Sie zu diesem Thema bitte auch weiter auf meinen Seiten über Instabile Persönlichkeit und über Borderline-Störung.

Hochsensibilität und die Psychosomatik

Auch psychosomatische oder psychosomatoforme Störungen können bei der Disposition zur Hochsensibilität auftreten. Hierzu gehören z.B. Migräne, Fibromyalgie, Reizdarm-Syndrom, Neurodermitis. Häufige Beschwerden in Stresssituationen sind Brennen in der Brust und Störungen im Magen-Darm-Bereich in Form von Magenkrämpfen.

Gemeinsamkeiten von Hochsensibilität mit ADS oder ADHS

Die Hochsensibilität hat als Veranlagung eine gewisse Ähnlichkeit zur Aufmerksamkeitsdefizit-Störung (ADS/ADHS), weil bei dieser ebenso eine erhöhte Offenheit für Reize aus der Umgebung anzutreffen ist. Insbesondere die aktive unruhige Form von Hochsensibilität kann im Einzelfall starke Ähnlichkeit mit einer Variante von ADS oder ADHS aufweisen bzw. mit einer dieser Formen verschmolzen sein. In den Anlagen für ADS bzw. ADHS und Hochsensibiltität gibt es teilweise Überschneidungen. Lesen Sie hierzu bitte auch die Seiten über ADS bzw. ADHS.

Abgrenzung zu ADS bzw. ADHS und Mischbilder

Während die Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Störung eher dazu neigen, von äußeren Reizen abgelenkt zu werden, findet sich bei Hochsensiblen eher die Neigung, sich von äußeren Reizen zu stark beeinflussen und innerlich gefangen nehmen zu lassen. Während der von ADS bzw. ADHS Betroffene sich von diesen Reizen jedoch eher in positiver oder negativer Weise aktiviert fühlt, sind für hochsensiblen Menschen – insbesondere mit der passiven, ruhigen Variante von Hochsensibilität – diese Reize eher zu intensiv, belastend oder störend.

Im Unterschied zum Patienten mit ADS oder ADHS sollte der hochsensible Mensch in der Regel kein Problem damit haben, seine Aufmerksamkeit zu fokussieren und fähig sein, in seinen Handlungen durchaus zielorientiert vorzugehen und nicht impulsiv, unüberlegt und planlos-chaotisch zu agieren. Mischformen sind allerdings möglich, sodass im Einzelfall ADS bzw. ADHS in Verbindung mit Hochsensibilität – insbesondere mit der aktiven, unruhigen Variante von Hochsensibilität – vorkommen kann.

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Hochsensibilität = Hochbegabung ?

Zu verneinen ist die Frage, ob der hochsensible Mensch notwendigerweise auch hochbegabt ist. Eine Hochbegabung kann mit Hochsensibilität verbunden sein. Dies ist aber nicht der Normalfall. Hochsensible Menschen leiden häufig unter Reizüberflutung in allen Wahrnehmungsqualitäten und haben Schwierigkeiten, sich gegenüber anderen Menschen sinnvoll abzugrenzen, leiden teilweise unter Schüchternheit oder auch unter Ängsten. Demgegenüber ist die Hochbegabung meist an ein Talent gebunden, das bei entsprechender frühzeitiger Kultivierung und betont ernsthafter Ausbildung bzw. Schulung meist schon in Kindheit und Jugend dann später im Erwachsenenleben zu überdurchschnittlichen Leistungen befähigen kann.

Ist Hochsensibilität ein Handicap oder eine besondere Form von Begabung?

Von den Betroffenen selbst wird ihre Hochsensibilität häufig als Handicap empfunden, u.a. auch deshalb, weil sie oft zur Zielscheibe von Mobbing werden. Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, dass Patienten aus der vermeintlichen Schwäche eine Stärke machen, indem sie ihre sozialen Kompetenzen verbessern und z.B. auch musische oder andere kreativ-künstlerische Fähigkeiten entwickeln und kultivieren, insbesondere wenn hierfür sogar ausreichende Begabungen vorhanden sind.

Die Pflege von musischen Beschäftigungen in der Freizeit oder im Beruf kann für hochsensible Menschen eine wichtige Bereicherung ihres Lebens und eine Stabilisierung ihres Selbstwertgefühls bewirken. Ebenso sehr empfehlenswert sind kreatives Schreiben, Improvisationstheater, Musizieren, künstlerische Beschäftigungen jeder Art.

Behandlungsempfehlungen

Sollten Sie unter Ihrer Hochsensibilität leiden oder von negativen Folgen einer Hochsensibilität betroffen sein, vereinbaren Sie bitte ein unverbindliches Vorgespräch in meiner Praxis und lassen Sie sich beraten, welche professionellen Behandlungsmöglichkeiten für Sie in Frage kommen. Ich behandele Menschen mit Hochsensibilität schon seit vielen Jahren und werde Ihnen ein Behandlungsschema empfehlen, das auf Ihre speziellen Wünsche und Bedingungen Rücksicht nimmt.

In meiner Praxis werden zur Unterstützung von Menschen mit Hochsensibilität vor allem die psychologische Beratung, das Personal Coaching und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie eingesetzt. Wenn die Disposition zur Hochsensibilität sich bereits mit psychischen Störungen wie z.B. einer Depression, einer sozialen Phobie, einer generalisierten Angsterkrankung oder einer Zwangsstörung verbunden hat, ist auch eine analytische Psychotherapie (Psychoanalyse) unter bestimmten Voraussetzungen anzuraten.

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