Psychotherapie bei Herzrhythmusstörungen in Berlin

Pressemitteilung vom 9.5.2016

Ein normales gesundes Herz schlägt im Ruhezustand für gewöhnlich mit einer ruhigen und gleichmäßigen Schlagfrequenz von ca. 60 Schlägen pro Minute.
Dieser ruhige, gleichmäßige Rhythmus des Herzschlags bzw. die Pulsfrequenz ist bei einer Herzrhythmusstörung gestört. Dabei kommt es z.B. zu Extraschlägen, Vorhofflimmern, Abfall der Pulsfrequenz oder auch zu einer starken Erhöhung der Pulsfrequenz.
Die Diagnose stellt dabei der Facharzt für Kardiologie, der auch gleichzeitig zuständig für die organmedizinische Behandlung ist.
In den letzten Jahren stellte sich heraus: Die Zusammenarbeit des Kardiologen mit einem Hausarzt und einem Psychotherapeuten hat sich bewährt.
Die "Herzrhythmusstörung" wird von vielen Faktoren bestimmt und wird daher von einem ganzheitlichen medizinisch-psycho-sozialen, vor allem aber auch psychologischen Behandlungsblickwinkel aus betrachtet.
Insbesondere Bluthochdruck, Diabetes, ein Übermaß an beruflichem oder privatem ungesunden Stress, chronische emotionale Anspannungen, Ängste, Depressionen, eine ungesunde Ernährung, eine ungesunde Lebensführung oder auch ein Übermaß an Genussmitteln sind große Risikofaktoren für eine Herzrhythmusstörung.
Ein Beispiel für die psychodynamische Betrachtungsweise ist der Bluthochdruckpatient: Er schafft es nicht, seinem angestauten Ärger Luft zu machen, oder er kann Ärger gar nicht wahrnehmen oder er scheut Konflikte mit engen Angehörigen oder Freunden.
Psychotherapie kann hier helfen, latenten Ärger bewusster wahrzunehmen, dadurch besser zu verstehen und damit effektiver zu verarbeiten.
Durch Psychotherapie oder die Psychoanalyse können bei Betroffenen auch traumatisierende Erlebnisse aus der Kindheit freigelegt werden, wie Misshandlungen, Entbehrungen, Zuständen von Verzweiflung und psychischem oder sexuellem Missbrauch. Durch diese nicht verarbeiteten Traumatisierungen kommt es ebenfalls zu Spannungszuständen und innerem Stress, der über das Herz-Kreislauf-System abgeleitet wird und sich dann im Bluthochdruck als Ausdruck von ängstlicher, innerlicher Verkrampfung oder aufgestauter innerer Wut und Verzweiflung sowie subjektiv empfundener Ausweglosigkeit äußert.
Durch die Psychoanalyse können diese traumatisierenden Erinnerungen besser verarbeitet werden.
Ich arbeite in meiner Praxis überwiegend mit der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie sowie mit der analytischen Psychotherapie. Beide Verfahren kommen optional zum Einsatz, wenn Sie unter Herzrhythmusstörungen leiden und Ihr Kardiologe eine begleitende psychotherapeutische Behandlung empfiehlt.

Wolfgang Albrecht