Behandlung von Depressionen in Folge von Stress am Arbeitsplatz

Pressemitteilung vom 21.5.2013

Behandlung von Depressionen in Folge von Stress am Arbeitsplatz in Berlin.
Im Gegensatz zum Burnout werden depressive Erkrankungen in Folge von Stress am Arbeitsplatz nicht in erster Linie durch Überoptimierung der Betroffenen selbst hervorgerufen sondern durch fremdbestimmten Stress am Arbeitsplatz, d.h. durch Arbeitsbedingungen, auf die der einzelne in der Regel keinen oder nur wenig Einfluss hat.
Stressfaktoren sind dabei alle Belastungen, die den einzelnen in Bezug auf Ungewissheit und Unvorhersagbarkeit von Situationen überfordern. (Planungssicherheit dagegen reduziert Stress.) Ursachen können sein: z.B. chaotisches Management oder kontingente Führungsstile. Diese beziehen Stressfaktoren in der Art von Ungewissheit und Unvorhersagbarkeit absichtsvoll mit ein und verstehen sie als Motivatoren, um die Beschäftigten zu Höchstleistungen anzuspornen.
Aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive mag das auch als sinnvoll erscheinen, nicht aber unbedingt aus einer volkswirtschaftlichen Perspektive. Denn in diese sind auch die Kosten des Gesundheitssystems, die durch Stress am Arbeitsplatz entstehen, mit einzubeziehen.
Spezielle Formen der psychischen Belastung am Arbeitsplatz werden auch hervorgerufen durch Mobbing, Bullying oder Sorgen um den Verlust des Arbeitsplatzes bzw. Angst vor Arbeitslosigkeit..
Beim Mobbing werden Betroffene von großen Teilen der Mitarbeiterschaft - in der Regel mit stillschweigender Duldung der Leitungsfiguren eines Betriebes oder einer Verwaltung - vorsätzlich schlecht behandelt, um sie zur Kündigung zu bewegen.
Typische Formen von Mobbing sind: Kommunikationsverweigerung, nicht informieren über wichtige Neuerungen oder nicht zu Dienstbesprechungen einladen.
Beim Bullying geht es mehr darum, dass Betroffene von anderen - in der Hierarchie über ihnen stehenden - schlecht behandelt werden, um deren Machtgelüste zu befriedigen. Typische Formen des Bullying sind: abwertende Spitznamen zu verwenden, schlechtere Arbeiten zu zuweisen, Witze über den Betreffenden zu machen. Wer die Möglichkeit hat, im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit andere Menschen folgenlos schlecht zu behandeln, wird diese Gelegenheit in vielen Fällen auch ausnutzen. Bullying kommt auch oft an Schulen vor.
Depressive Erkrankungen durch unangemessenen Stress am Arbeitsplatz (sei es in Form von chaotischem Management, kontingenten Führungsstilen, Mobbing, Bullying oder Sorgen um Arbeitsplatzverlust) sind häufig verbunden mit Antriebsstörungen, Motivationsverlust, Ängsten und psychosomatischen Begleiterkrankungen wie z.B. Magen-Darm-Störungen.
Als Verfahren im Rahmen meiner Praxis kommen zunächst systemische Beratung und Coaching oder in Fällen von bereits chronifizierter Erkrankungen z.B. eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie in Betracht.
Für mehr Informationen besuchen Sie bitte die Praxisseite im Internet.

Wolfgang Albrecht