Kostenerstattungstarif bei der gesetzlichen Krankenversicherung

Kostenerstattungstarife

Verschiedene gesetzliche Krankenversicherungen bieten ihren Versicherten Kostenerstattungstarife an.

In diesem Falle wird vom Patienten bei der Krankenkasse generell oder für bestimmte Teilbereiche die Kostenerstattung anstelle von Sachleistungen nach § 13 Absatz 2 SGB V beantragt.

Diese Möglichkeit kommt vor allem in Betracht, wenn Sie bisher Mitglied in einer privaten Krankenversicherung waren und in eine gesetzliche Krankenversicherung wechseln möchten oder wechseln müssen.

Beim Erstattungstarif tritt der Patient in einer Kassenpraxis wie ein Privatpatient auf und bekommt eine Rechnung für die Behandlungen vom Arzt oder Therapeuten. Er lässt sich den Rechnungsbetrag dann im Anschluss daran von seiner Krankenkasse erstatten.

Die ärztlichen und psychotherapeutischen Leistungen erfolgen analog zu den üblichen Abrechnungsziffern für Privatpatienten aber eine Erstattung von Rechnungsbeträgen ist nur im Rahmen der üblichen Kassenleistungen abzüglich Verwaltungsgebühren möglich.

Als Patient mit Erstattungstarif bei einer gesetzlichen Krankenkasse können Sie sich nur im Ausnahmefall, wenn Ihre Krankenkasse dem ausdrücklich zustimmt, in einer Privatpraxis behandeln lassen. Dies gilt auch für psychotherapeutische Privatpraxen.

Sind Sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse mit einem Kostenerstattungstarif versichert, kann ich den Antrag auf Kostenübernahme einer Psychotherapie bei Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung direkt einreichen. Es gelten aber ansonsten die gleichen Regeln wie beim Kostenerstattungsverfahren ohne Erstattungstarif.

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Malerei: Alina Albrecht,
Foto: © W. Albrecht

Wolfgang Albrecht