Gruppentherapie für erwachsene ADS/ADHS-Patienten in Berlin

Gruppentherapie ADS-/ADHS-Patienten

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu meiner Arbeitsweise mit erwachsenen ADS-/ADHS-Patienten in der therapeutischen Gruppe in meiner Praxis in Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf.

Bei Erwachsenen mit Aufmerksamkeitdefizit Hyperaktivitätsstörung werden neben Defiziten in der Fokussierung, Prioritätenbildung und beim zielorientierten Handeln häufig auch Beziehungsprobleme in Partnerschaft, Familie und Beruf genannt. An begleitenden Störungen sind u.a. Depressionen und ein vermindertes Selbstwertgefühl nicht selten.

Die für erwachsene ADS-/ADHS-Patienten typischen Beschwerden in sozialen Situationen sind: ein impulsives Dazwischenreden, Monologisieren und Defizite im Verstehen komplexer sozialer Interaktionen.

In der Regel wird es erforderlich sein, bestimmte Aspekte wie z.B. die Fähigkeit zur Strukturierung, Fokussierung und Prioritätenbildung zunächst im Rahmen einer Einzeltherapie zu verbessern.

In einer späteren Phase der Behandlung ist es sinnvoll, ADS-/ADHS-Patienten, die schon seit einiger Zeit eine Einzeltherapie und im Rahmen dieser Einzeltherapie bereits Fortschritte gemacht haben, in einer therapeutischen Gruppe zusammenzufassen.

Die Beschwerden von ADS-/ADHS-Patienten im sozialen Bereich sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. In der Gruppe bietet dies die Chance zu einem vertieften Verständnis für die jeweilige eigene Problematik, wenn man sie an einem anderen Gruppenmitglied in abgeschwächterer oder übersteigerter Form miterleben kann.

Selbsterfahrung in der Gruppe

Die Selbsterfahrung in der Gruppe stellt auch einen Anknüpfungspunkt dafür dar, dass sich die Patienten wechselseitig mit den Stärken der jeweils anderen identifizieren und an diesen wachsen können.

Die Gruppe wirkt für den jeweiligen einzelnen Patienten als Motivationsverstärker, gemeinsam mit den anderen Patienten in der therapeutischen Gruppe an der noch vorhandenen eigenen Restsymptomatik von ADS/ADHS weiterzuarbeiten. Dies ist zugleich ein sinnvoller Ansatz zur Behandlung depressiver Störungsanteile und eines verminderten Selbstwertgefühls.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass nach einer vorausgegangenen Einzeltherapie in der therapeutischen Gruppe sowohl die beziehungsrelevanten ADS-/ADHS-Beschwerden als auch typische Begleitsymptome wie geringes Selbstwertgefühl und depressive Störungen effektiv behandelt werden können.

Die gruppentherapeutische Behandlung von ADS-/ADHS-Patienten ohne vorausgegangene Einzeltherapie halte ich dagegen für nicht empfehlenswert.

Eine Beratung zum weiteren Vorgehen ist in meiner Praxis online auch via Skype möglich.

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