Coaching und psychotherapeutische Hilfen für Hartz-VI-/ ALGII-Bezieher vor und nach Besuchen im Jobcenter in Berlin

Deprimierende Erfahrung mit den Jobcentern

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu meiner Arbeit als Coach und Psychotherapeut in meiner Praxis in Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf im Bereich: Hilfen für Hartz-IV-/ ALGII-Bezieher. Das Angebot richtet sich an alle, die deprimierende Erfahrungen mit den Jobcentern gemacht haben bzw. von einer unwürdigen Behandlung in Jobcentern unmittelbar oder mittelbar betroffen sind.

Es ist seit Jahren ein offenes Geheimnis, dass die Ratsuchenden in Jobcentern oft auf eine sehr unwürdige Art behandelt werden. Dies beruht nicht in erster Linie auf Willkürmaßnahmen einzelner Mitarbeiter der Jobcenter, sondern hat überwiegend seine Ursache in bestimmten strukturellen Voraussetzungen, nach denen die Arbeit der Jobcenter organisiert ist.
Hierzu gehört z.B., die systematische Androhung von Sanktionen bereits ohne Anhaltspunkte dafür, dass die Betroffenen nicht willens wären, mit dem Jobcenter zu kooperieren, oder die Unmöglichkeit die zuständigen Sachbearbeiter direkt anzurufen. Der Verweis auf ein Call-Center, das als Filter wirkt, erhöht die Distanz zwischen den hilfebedürftigen Betroffenen und ihren zuständigen Sachbearbeitern. Interne Regelungen der Jobcenter fördern Sachbearbeiter, die besonders rigide gegen Betroffene vorgehen, noch, indem sie in der Hierarchie hochgestuft werden. Dies sorgt dafür, dass die Sachbearbeiter in der Regel nicht als Unterstützer von den Betroffenen wahrgenommen werden, sondern als potentielle Bedrohung.

Betroffene reagieren in der Regel mit einer Anpassungsstörung, einem psychischen Belastungssyndrom einer depressiven Störung auf die Erlebnisse, denen sie im Jobcenter ausgesetzt werden. Betroffene werden tendenziell nicht in ihrer Notlage akzeptiert und respektiert, sondern eher als potentielle Schmarotzer des Staates behandelt. Der Umgang entspricht häufig der Tendenz, den Besuchern so unfreundlich zu begegnen, dass sie schon aus Schutz ihrer persönlichen Würde möglichst auf jeden weiteren Kontakt mit dem Jobcenter verzichten. Positive Erlebnisse in den Jobcentern, die es auch gibt, bilden leider die seltenere Ausnahme.

Bisher gibt es m.E. noch keine offiziellen Zahlen, wie viele der Betroffenen infolge von depressiven Erkrankungen auch auf Grund von der unwürdigen Behandlung in den Jobcentern die Selbsttötung vollzogen haben.

Dadurch, dass der gesamte Bereich des psychischen Erlebens von Hartz-IV-/ALGII-Beziehern in der Öffentlichkeit stark tabuisiert wird, existieren nach Aussagen von SEKIS (Berlin) auch kaum Selbsthilfegruppen zum Thema “Depressive Erkrankung infolge von Erfahrungen mit dem Jobcenter”.

In meiner Praxis biete ich, Ratsuchenden, die von belastenden Erfahrungen mit dem Jobcenter berichten, Unterstützung in Form von Coaching und psychologischer Beratung an, um eine Verschlechterung ihrer psychischen Verfassung zu verhindern.

Im Falle von depressiven Störungen, Angsterkrankungen oder Anpassungsstörungen ist zu prüfen, ob im Einzelfall eine psychotherapeutische Behandlung ist. Eine Beratung zum weiteren Vorgehen ist in meiner Praxis online auch via Skype möglich.

Bei einer Vorstellung beim medizinischen Dienst der Jobcenter kann auch ein Gutachten zur Unterstützung des Betroffenen angefertigt werden. Dies ist insbesondere bei bereits traumatisierten Patienten sinnvoll, die eine erneute Begutachtung durch den medizinischen Dienst als Re-Traumatisierung erleben können.

 

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