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Psychotherapie bei Beschneidung und Genitalverstümmelung in Berlin

Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zum Thema Beschneidung und Genitalverstümmelung im Allgemeinen und einige Hinweise auf meine psychotherapeutischen Angebote für Betroffene in meiner Praxis in Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf.

Bei der Beschneidung bzw. Genitalverstümmelung werden entweder zeitnah nach der Geburt oder zu einem späteren Zeitpunkt Operationen am Genital des Kindes bzw. der/des Jugendlichen ohne der/dessen vollgültiges Einverständnis vorgenommen. Die Gründe dafür werden teilweise religiös ummäntelt, fußen aber in der Regel auf Traditionen aus vorhistorischer Zeit und haben zum Ziel, die sexuelle Erregbarkeit und die Ausbildung von erotischen Phantasien zu hemmen oder ganz zu unterdrücken. Die psychosexuelle Entwicklung wird auf diese Weise nicht nur gestört, sondern teilweise ganz unterbunden, sodass eine Autonomieentwicklung der Betroffenen nur eingeschränkt oder kaum möglich ist.

Die Beschneidung bzw. Genitalverstümmelung stammt also aus vorhistorischer Zeit und hatte zum Ziel, mit steinzeitlichen Methoden, die Unterwerfung der einzelnen Mitglieder einer Ethnie unter den Zwang des Kollektivs zu erleichtern. In manchen Ethnien war und ist nur die Beschneidung des männlichen Gliedes durch die Abtrennung der Vorhaut (Zirkumzision) üblich, in anderen Ethnien werden die weiblichen Genitalien (Klitoris und Schamlippen) ganz oder teilweise entfernt.

Bei Betroffenen, die als Kinder oder Jugendliche von einer Beschneidung bzw. Genitalverstümmelung betroffen oder bedroht waren, kommt es im späteren Leben meist zur Manifestation von Ängsten und Depressionen in Folge von unbewussten Kastrationsängsten und einer Störung der psychosexuellen Entwicklung durch die Verstümmelung.

Die Folgen können im Einzelfall vielfältig sein und bedürfen einer genauen tiefenpsychologischen Anamnese, bei der die Umstände, das Ausmaß und die subjektive Verarbeitung der Beschneidung bzw. der Genitalverstümmelung im Detail erfasst werden.

 

Genitalverstümmelungen bei Frauen sind je nach Form unterschiedlich schwer. Während die relativ häufig vorkommenden, leichten Versionen ohne oder nur sehr wenig Gewebeverlust verursachen, zerstören die schweren und schwersten Formen (z.B. die Infibulation) die Genitalien massiv. Schwere Formen der Genitalverstümmelung sind im Rahmen operativer Verfahren nur noch teilweise reversibel. Immerhin können die schwerwiegenden und manchmal fatalen Folgen der Genitalverstümmelung im Hinblick auf eine Geburt gelindert werden.

Der Verlust der männlichen Vorhaut kann später operativ nicht ungeschehen gemacht werden. Hier kommen nur Vorhautrekonstruktionen durch Dehnung der verbliebenen Vorhaut in Betracht.

Die teilweise Reversibilität hat, neben dem möglichen und nicht zu unterschätzenden positiven Einfluss auf die Qualität des sexuellen Empfindens, auch einen positiven Einfluss auf das psychische Befinden der betroffenen Person.

Je nach Ausprägungsgrad und Krankheitsbild ist eine psychotherapeutische Behandlung dringend zu empfehlen, um Kindheitstraumata als Folge einer Beschneidung bzw. Genitalverstümmelung nachhaltig bewältigen zu können.

Falls Sie selbst unter den Folgen einer Beschneidung bzw. Genitalverstümmelung leiden, vereinbaren Sie bitte einen persönlichen Beratungstermin in meiner Praxis.

In meiner Praxis werden psychische Leiden, die sich aus der Beschneidung bzw. Genitalverstümmelung von Betroffenen ergeben, vor allem mit den Methoden der tiefenpsychologisch fundierten
Psychotherapie behandelt. In Einzelfällen ist auch eine psychoanalytische Psychotherapie indiziert.

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Adresse: Wolfgang Albrecht, Psychologischer Psychotherapeut, Olivaer Platz 15, 10707 Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf